Neuer Play Store verärgert Nutzer

17. Juli 2013, 8:58 Uhr | Archiv

Google hat den Web-Play Store angepasst und will mit dem neuen Design den Wechsel zwischen einzelnen Rubriken einfacher gestalten. So ist eine Übersicht der Rubriken nun auf der linken Seite zu finden. Hat man eine Rubrik ausgewählt und der Mauspfeil befindet sich auf dem Pfeil nach links, so öffnet sich automatisch die Rubrik-Übersicht, wobei die aktuelle Rubrik stets oben angezeigt wird und alle übrigen Rubriken folgen. Das hat zur Folge, dass Nutzer sich nicht sicher sein können, an welcher Stelle in der Übersicht die einzelnen Rubriken tatsächlich zu finden sind.

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Grund für Ärger vieler Nutzer bietet Google mit seinem neuen, angepassten Play Store. Befindet sich der Nutzer beispielsweise in der Apps-Rubrik, so wandert die Startseitenrubrik in der Übersicht ganz nach unten. Auch die Anordnung der Informationen einzelner Apps wurde verändert: Befanden sich damals die App-Details noch auf der rechten Seite, findet man sie nun als letzten Eintrag der App-Beschreibung. Ganz oben befindet sich eine Information, wozu die entsprechende App genutzt werden kann, gefolgt von einem Kommentarbereich und anschließend einer Liste von Neuerungen einer App. Erst danach folgen Informationen wie Update-Datum, Versionsnummer oder Versionskompatibilität. Als neue Funktion kann nun auch die Wunschliste in der Browser-Version des Play Stores angezeigt werden.

Gab es vorher noch die Möglichkeit, nach Gerät, Nützlichkeit oder Datum der Nutzerkommentare zu sortieren, wurde dies mit dem neuen Design abgeschafft – stattdessen wird standardmäßig nach Nützlichkeit sortiert. Viele Kommentare gelangen dadurch in den Hintergrund und werden erst nach vielem Durchblättern der Kommentare angezeigt. Ebenfalls beklagt wird die fehlende ferngesteuerte Deinstallation von Apps, die vorher noch möglich war. Zukünftig zeigt der Play Store nur noch alle installierten Apps an – unterscheidet aber nicht mehr zwischen den registrierten Geräten. In dieser Liste der installierten Apps gibt es wiederum keine Möglichkeit, nach kostenlosen und gekauften Apps zu unterscheiden.

Der Mangel einiger wesentlicher Funktionen wird von vielen Anwendern enttäuscht hingenommen – entsprechende Nutzerkommentare gibt es Zuhauf. Doch nicht nur für Anwender ist die Umstellung enttäuschend. Auch Entwickler beschweren sich über den neuen Play Store: Denn es werden innerhalb der einzelnen Anwendungs-Rubriken zunächst die ersten sechs Anwendungen angezeigt. Weitere Anwendungen werden erst mit einem weiteren Klick aufgelistet. Einige Entwickler befürchten dadurch, dass ihre Einnahmen sinken, weil ihre Apps schwerer zu finden seien.

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Marco Schürmann

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