Interview: E-Business Print mit WordPress, Drupal & Co

24. Juli 2013, 9:53 Uhr | Archiv

Mit dem Einstieg ins E-Business Print stehen viele Unternehmen vor der grundlegenden Entscheidung, bestehende Content Management Systeme durch neue Lösungen mit entsprechendem Leistungsumfang zu ersetzen. Funktionierende Lösungen und gelernte Workflows können aber druchaus weiter bestehen. Frank Siegel beantwortete beyond print im Interview die Frage, wie man über API Schnittstellen WordPress, Typo3, Drupal & Co mit entsprechender Funktionalität ergänzen kann.

Frank Siegel ist Geschäftsführer von printdata und Anbieter der E-Commerce-Systemlösung Obility. Mit der von M/S VisuCOM entwickelten „API Connect-Schnittstelle“ bietet Obility die Möglichkeit, sowohl Frontend, wie auch Backend mit anderen Unternehmensapplikationen wie CMS-, MIS- und ERP-Systemen zu verknüpfen. Dies kann von Vorteil sein, wenn im Unternehmen Open-Source Content Management-Systeme wie Typo3, Drupal oder WordPress zum Einsatz kommen und sich in Handhabung und Workflow etabliert haben. Im Gespräch zeigte uns Frank Siegel mögliche Beispiele für solch eine Verknüpfung.

„Das Web für erfolgreiches Drucken zu nutzen ist der Job von Profis und bedeutet Investments: in ein

„Mit API Connect sind in externen CMS-Systemen alle Funktionen von Obility uneingeschränkt einsetzbar.“ Frank Siegel

beyond print: Herr Siegel, mit obility haben Sie ihren Online Print Shop zu einem E-Business System ausgebaut. Dabei legen Sie auch besonderen Wert darauf, dass sich ihr Produkt einfach in bestehende Umgebungen integrieren lässt. Warum ist das so wichtig?

Frank Siegel: Viele Betriebe haben sich mit viel Energie in das Online Geschäft hineingearbeitet und Knowhow im Bereich CMS aufgebaut. Gerade Dienstleister wie Internetagenturen nutzen traditionell gerne Open-Source CMS-Systeme und wollen sich nur ungern von diesen verabschieden. Nun müssen Sie weder Zeit noch Kosten in den Umstieg auf andere Lösungen investieren und können gleichzeitig die Frontend- und/oder Backend-Funktionalität von Obility nutzen um damit ihr komplettes Internet-Geschäft abzudecken. Obility arbeitet sozusagen im Hintergrund. Das ist vor allem dann interessant, wenn die Betreiber ihre Webseiten durch das CMS SEO-technisch optimiert haben. So kann man beispielsweise mit WordPress, Typo3, Drupal etc. einen Shop einrichten – und mit unseren Online Print Funktionen den Verkauf von Druckprodukten darin ermöglichen.

 

Mit welchen ihrer Module können Sie solche System unterstützen? 

Unsere Lösung dafür heisst „API Connect“. Mit dieser API-Schnittstelle sind in den externen Systemen alle Funktionen von Obility uneingeschränkt einsetzbar. Diese werden nach einer Sicherheitsüberprüfung über ein Ticketverfahren freigegeben. API Connect basiert auf REST-Webservices (Representational State Transfer, die Red.), kann also vergleichsweise einfache URL-Aufrufe wie zum Beispiel “www.ms-visucom.de/artikeldaten/JSON/4711/“ mit komplexen Informationen beantworten. Und das wahlweise in JSON, XML oder HTML. Entschuldigung, jetzt werde ich zu technisch.

 

Mit Schnittstelle können Sie also recht schnell verschiedene Systeme ansteuern und Funktionen liefern, die sonst aufwändig programmiert werden müssten. Haben Sie solche Module auch an gängige Lösungen wie Drupal, typo3 oder WordPress angebunden?

Ja, mit Drupal und WordPress haben wir schon Projekte umgesetzt und auch Typo3 ist machbar. Selbst programmierte CMS Systeme nutzen ebenfalls schon API Connect. Z.B. stellen wir für diese Systeme alle Shopfunktionen bis hin zum Warenkorb zur Verfügung. Der Obility Formulareditor für die Personalisierung von Vorlagen kann aufgerufen werden und natürlich auch unser freier HTML Editor. Auch die Kalkulation von Drucksachen mit Datenupload kann verwendet werden, oder einfach nur die Überprüfungsfunktion von Bilddaten beim Bildupload. Da gibt es quasi keine Beschränkung.

 

Wordpress Webshop von posterköning.ch

Posterkönig.ch nutzt WordPress für seinen Webauftritt – die Printshop-Funktionalität liefert Obility über seine API-Schnittstelle

Wie sieht so ein Zusammenspiel in der Praxis aus, haben Sie ein Beispiel für uns?

Mit unserem Kunden www.posterkoenig.ch haben wir ein schönes Projekt im Bereich Largeformatdruck mit WordPress realisiert. Hier war beim Kunden durch die langjährigen Erfahrungen mit WordPress und den SEO Funktionalitäten der Wunsch geäußert worden, WordPress auch für einen Postershop verwenden zu wollen. Alles was in diesem Shop passiert wird im Hintergrund von Obility gesteuert. Z.B. lädt der Kunde ein Bild hoch, das an Obility übertragen wird, dort wird die Auflösung geprüft wird und anschließend die passenden Formate ausgegeben, die dann in WordPress wieder angezeigt werden. Aber nicht nur das, auch der komplette Warenkorb kommt aus dem Obility System.

 

Wenn ich also ein gutes und funktionierendes CMS habe, das ich um Web-to-Print und Printshops ergänzen möchte, ist eine Anbindung möglich. Gibt es auch weitere Einsatzbeispiele, bei denen Sie mit Obility bestehende Lösungen aufwerten konnten?

Ja, auf jeden Fall. Mit API Connect können Betreiber von Stammkunden-Portalen über API-Aufruf direkt mit den eProcurement Systemen Ihrer Kunden verknüpft werden. Die Firmenmitarbeiter bleiben so im Intranet und nutzen die Obility Funktionen, ohne dafür in einen speziellen Verkaufsraum des Dienstleisters gehen zu müssen. Das ist ein enormer Vorteil bei der Automatisierung von Bestell- und Gestaltungsprozessen. Das geht bis zum Database Publishing. Mit API Connect hat der Dienstleister eine Schnittstelle zu seinen Kunden und kann die eingegangenen Aufträge im Obility Backend zentral verwalten und verarbeiten. So können enorme Kosten durch die Prozess-Automatisierung eingespart werden: sowohl auf Kunden wie auch auf Dienstleister Seite.

Vielen Dank für das Gespräch. Weiterführende Informationen zu Obility finden Sie auf der Unternehmensseite www.obility.de und in unserem Artikel auf beyond print
Im Rahmen der E-Business Print Online Studie wurden eine Vielzahl von Unternehmen auf ihren Funktionsumfang getestet

Auch in der Auswertung der E-Business Print Online Studie EPOS zeigt die Lösung Obility von Printdata und M/S VisuCom in vielen Disziplinen eine hohe Funktionalität und umfangreichen Leistungsumfang. Premium-Kunden können sich sofort einen Überblick über die Lösungsfunktionen machen, neue Funktionen werden nach Abstimmung mit den Herstellern kurz nach Erscheinen im System aktualisiert – so sind Sie jederzeit „Up-to-Date“. 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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