Reichelt, Conrad und Pearl bieten 3D-Drucker an

2. August 2013, 7:48 Uhr | Archiv

Bezahlbare 3D-Drucker werden ein immer größeres Thema. Neben den beiden Elektronik-Versandhändlern Conrad und Reichelt, die je zwei Drucker-Bausätze in verschiedenen Preisklassen anbieten, vertreibt auch Pearl einen erschwinglichen 3D-Drucker. Eine technische Neuheit ist keiner der angebotenen 3D-Drucker – der Vertrieb allein zeigt jedoch, dass die Hersteller ihre Geräte ausgereift genug für den Privatanwender halten.

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Conrad und Reichelt führen beide das Modell K8200 der belgischen Firma Velleman im Angebot auf. Basierend auf dem Open-Source-Drucker RepRap lassen sich damit Objekte mit einer maximalen Größe von 20x20x20 Zentimeter mit den Kunststoffen ABS und PLA drucken. Ob das Gerät etwas taugt, ist noch unklar. Geliefert werden soll der Drucker bei Conrad erst ab Ende August – bei Reichelt sogar erst ab Ende November. Die Materialkosten für 1 Kilo Kunststoff-Druckmaterial kostet 30 Euro.

Bei Conrad ebenfalls im Angebot ist der Cube für 2.000 Euro. Das Einstiegsmodell von 3DSystems, das bereits seit Mai auch in der US-Bürobedarfskette Staples angeboten wird (wir berichteten), kann via WLAN maximal 14x14x14 Zentimeter große Objekte drucken (aus den Materialien ABS und PLA), das Material selbst kommt allerdings aus geschlossenen Kartuschen, versehen mit einem Zählchip. Mit 100 Euro pro Kartusche ist die Nutzung des Cube deutlich kostspieliger als bei den meisten anderen Kunststoff-3D-Druckern.

Reichelt hingegen bietet im höheren Preissegment den Fabbster des deutschen Herstellers Sintermask an, der Objekte in Größen von bis zu 23x23x21 Zentimeter drucken kann. Neben den Kunststoffen ABS und PLA kommen als Druckmaterial hierbei auch holzartige Kunststoffe zum Einsatz. Angeboten wird von Reichelt jedoch vorerst nur ABS in unterschiedlichen Farben. 200 Gramm kosten hier 16 Euro – deutlich teurer also als das Material für den K8200.

Als dritter Elektronik-Versandhändler reiht sich auch Pearl als Anbieter ein. Bereits vor drei Wochen hat man einen 3D-Drucker für 800 Euro angekündigt, der als Fertiggerät geliefert werden soll. Dabei handelt es sich um den FreeSculpt EX1-Basic, mit dem Objekte in Größen von bis zu 23x15x15 Millimeter gedruckt werden können. Zum Einsatz kommt hier wieder ABS-Kunststoff.

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Marco Schürmann

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