3D-Drucker kopiert Sicherheitsschlüssel

12. August 2013, 12:06 Uhr | Archiv

Das 3D-Drucker grundsätzlich in der Lage sind, einen Schlüssel zu drucken steht außer Frage. Zwei Studenten des MIT zeigten nun auf dem Hacker-Kongress „Defcon“ das auch als besonders sicher geltende Schlüssel ohne Aufwand kopiert werden können.

Ein als besonders sicher geltender "Primus"-Schlüssel von "Schlage". (Bildquelle: lockwiki.com/Datagram, CC BY 3.0)

Ein als besonders sicher geltender „Primus“-Schlüssel von „Schlage“. (Bildquelle: lockwiki.com/Datagram, CC BY 3.0)

Angriffsziel war ein Sicherheitschlüssel vom Typ „Primus“ des Anbieters „Schlage“. Diese Schlüssel gelten als besonders sicher, da sie zwei Bartreihen aufweisen. Entsprechende Rohlinge und Maschinen zur Bearbeitung dieses Schlüssels besitzt nur der Hersteller, was es eigentlich unmöglich macht, ohne Weiteres Kopien des Schlüssels anzufertigen.

Ein Flachbettscanner genügte, um die Struktur des Schlüssels von beiden Seiten zu erfassen und daraus ein 3D-Modell zu erzeugen, das schließlich auf einem 3D-Drucker produziert wurde. Der so erzeugte Schlüssel konnte die Tür ohne weitere Probleme öffnen.

Da beim Scannen des Schlüssels noch physikalischer Zugriff auf den Schlüssel notwendig ist, versuchten die Studenten aus einem Foto das entsprechende 3D-Modell zu erzeugen. Auch dies gelang ihnen. Eine Plastikversion des Schlüssels für 5 Dollar, aber auch eine 150 Dollar teure Version aus Titan, beide gedruckt von entsprechenden Anbietern, konnten die Schlösser öffnen.

Dieser Versuch zeigt den größten Vor- und Nachteil des 3D-Drucks: Jedes Objekt kann kopiert werden. Was für die einfache Reproduktion von Bauteilen, die Produktion von Ersatzteilen etc. positiv ist, wird in Zukunft die auf die Probe stellen, welche Sachen fertigen, die nicht kopiert werden sollen. Der Umgang mit einer Technologie die alles kopieren kann, wird sicher noch eine große Herausforderung.

Quelle: golem.de

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Florian Meier

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