Amazon verkauft Zeitschriften-Abos

22. August 2013, 9:16 Uhr | Archiv

Durch einen neuen Outsourcing-Deal wird Amazon zum Zeitschriftenhändler. Auf dem Portal des Online-Händlers werden ab sofort auch Abonnements für Zeitschriften des Verlagshauses Condé Nast verkauft. Kunden können ihre Abonnements auf einer einzigen Seite einrichten und verwalten – sowohl für Print- als auch Digital-Ausgaben.

amazon-conde-nast

Statt Abos für die Zeitschriften auf der eigenen Website zu verkaufen, verweist der US-Verlag Condé Nast auf Amazon. Zukünftig werden sowohl die Print- als auch die Digital-Ausgaben der Titel Wired, Vogue, Vanity Fair, Lucky, Glamour, Golf Digest und Bon Appetit über den Online-Händler angeboten. Gegen Ende des Jahres sollen die restlichen Publikationen des Verlags in den Amazon-Store folgen. Zur Einführung des Angebots belaufen sich die monatlichen Kosten auf drei bis sechs US-Dollar für einen Zeitraum von sechs Monaten. Support für iPad, Kindle Fire, Nook und die meisten Android-Geräte wird bei den digitalen Ausgaben gewährleistet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Der Vorteil des Pilotprojekts ist eindeutig: Nutzer müssen sich nicht erst neu registrieren, sondern können ihr bereits bestehendes Amazon-Konto für die Einrichtung eines Abos nutzen. Wie Amazon und Condé Nast mit den Kundendaten verfahren, ist noch unklar. Amazon geht damit einen Schritt weiter in die Welt der Print-Medien: Erst vor kurzem hatte Amazon-Chef Jeff Bezos als Privatanleger die Washington Post übernommen (wir berichteten. Mit dem neuen Pilotprojekt will Amazon wohl mit Apple in Sachen Abo-Verkauf aufschließen, denn Apple hat bereits seit Monaten einen ähnlichen Deal mit dem Verlagshaus Hearst.

Über den Autor

Marco Schürmann

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv