Mobile Webseiten nicht nutzerfreundlich genug

27. August 2013, 9:33 Uhr | Archiv

Innerhalb der letzten zwei Jahren hat sich die Nutzung von Smartphones mehr als verdoppelt – die Nutzerfreundlichkeit mobiler Websites lässt jedoch noch häufig zu wünschen übrig. In der BVDW-Studie „Deutschland wird Mobile – Sind die Unternehmen vorbereitet“ wird auf Grundlage der „TNS-Infratest-Dual-Frame Telefonbefragung“ und der „Google Connected Consumer Study“ der Stand der Dinge bei mobilen Websites aufgezeigt.

(© Aaron Amat - Fotolia.com)

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Vierzig Prozent der Deutschen nutzen ein Smartphone. Das entspricht 122 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Vor allem Frauen und ältere Generationen (zwischen 35 und 54 Jahre) haben bei der Smartphone-Nutzung aufgeholt. Immerhin zwölf Prozent der Besitzer eines einfachen Handys plant die baldige Anschaffung eines internetfähigen Geräts. Der Anteil der Tablet-Nutzer vervierfachte sich sogar auf nun 14,6 Prozent.

Mit 51,6 Prozent sind mehr als die Hälfte der Smartphone-Nutzer täglich mit dem Gerät online – 2011 waren es lediglich 37,4 Prozent. Mobile Endgeräte schließen damit immer weiter zum PC auf, den 54 Prozent der Befragten täglich zum Surfen nutzen. Für die mobilen Geräte lassen die Webauftritte jedoch oft zu wünschen übrig. Je nach Branche gibt es unterschiedliche Gründe für eine schlechte Bewertung. Allgemein sind für 58 Prozent der Befragten die Seiten jedoch zu unübersichtlich und für 36 Prozent nicht benutzerfreundlich genug. Der Zwang zum Scrolling wird von 26 Prozent kritisiert, auch viele frisch überarbeitete Seiten legen nicht unbedingt großen Wert auf „Responsive Layout“ – also eine sich an das Endgerät anpassende Darstellung der Seiteninhalte.

Keine einzige Branche schafft es, mit einem „sehr gut“ in Hinsicht auf den mobilen Webauftritt abzuschneiden. Schlechter als „befriedigend“ ist jedoch auch keine. Mobile Websites der Branchen Kosmetik/Körperpflege, Medien, Versand und Finanzen wurden insgesamt mit einem „gut“ bewertet. Energieversorger oder Seiten für Getränke-/Genussmittel-Anbieter erreichten lediglich ein „befriedigend“. Medienseiten werden mit 69,2 Prozent von den meisten Nutzern besucht, gefolgt von Versandhandel-Seiten (59,6 Prozent) und Finanzdienstleistern (49,2 Prozent).

Neben dem Surfen im Web nutzen Smartphone-Besitzer auch immer häufiger die Funktion, ihren Aufenthaltsort anderen mitzuteilen. Eine Studie des Bitkom ergab, dass gerade die jüngeren Smartphone-Besitzer die Geolocation-Funktionen nutzen.

Mehr Informationen zu der Studie des BVDW gibt es auf der offiziellen Seite.

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Marco Schürmann

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