Kobo erweitert Angebot digitaler Zeitschriften

28. August 2013, 13:43 Uhr | Archiv

Der eReading-Spezialist Kobo erweitert das Leseangebot für seine eReader künftig um eine Vielzahl von Zeitschriften aus den Bereichen Mode, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie. Dazu hat das Unternehmen Vertragsabschlüsse mit großen Verlagshäusern bekanntgegeben. Neben Unterstützung der eigenen Reader und der Tabletreihe Kobo Arc sind auch Apps für iOS und Android verfügbar. Neben den Lösungen von Apple und Google und eigenen Kiosk-Modellen mischt künftig also ein weiterer „großer“ Player im digitalen Zeitschriftensegment mit.

Kobo verpflichtet Zeitschriftenverlage für eigenen Store

Kobo fokussiert sich mehr auf Zeitschriften – und macht diese auf eReader, eigenen Tablets und per App auf iOS und Android verfügbar

Kobo meldet die Vertragsabschlüsse mit großen Verlagshäusern wie Conde Nast, Hearst Corporation, American Media, Mansueto, Bauer Publishing Group, Mondadori, Rogers Publishing Limited und Reader’s Digest. Diese wollen ihre gefragtesten Titel künftig für Kobos neuen Zeitschriftenkiosk mit „Guided Reading Angebot“ verfügbar machen. Zeitschriften sollen dabei dem visuellen Reichtum der Papierversionen in nichts nachstehen, verspricht der Chief Content Officer von Kobo und fokussiert besonders die Hochglanztitel der Verlage.

Für ein optimales Leseerlebnis setzt Kobo dabei auf eine One-Tap-Bedienoberfläche, die automatisch von einer zur nächsten Textspalte springt. Dieses „Guided Reading“ soll helfen, von Zeitschriftenverlegern beabsichtigte Leseerlebnisse zu bewahren. Kobo stellt den Verlegern hierfür seine digitalen Publishing-Werkzeuge zur Verfügung, die Grundlage hierzu dürfte Aquafadas mit seiner Digital Publishing Lösung bereitstellen, die Ende letzten Jahres von Kobo übernommen wurde.

Ob sich auf diese Weise tatsächlich Print-Layouts einfacher adaptieren lassen und diese Zielsetzung aus Konsumentensicht wirklich wünschenswert ist, bleibt abzuwarten bis die versprochenen Hochglanztitel verfügbar sind. Verlage selbst können und müssen dann entscheiden, ob sie iOS und Android nativ mit Apps bedienen und zusätzlich für Kobo produzieren – oder aber gemeinsam einen digitalen Vertrieb nur über ebendiese Plattform wählen, und auf iOS und Android nicht mehr über die eigenen Zeitschriftenkioske zu finden sind, sondern nur noch in den Kobo-Apps.

Kobo Pressemitteilung

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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