Digitale Tätowierung mittels RFID

2. September 2013, 15:14 Uhr | Archiv

RFID-Chips werden bereits seit längerer Zeit genutzt, um Tiere zu kennzeichnen. Auch der Einsatz in Waren oder Paletten zur Diebstahlerkennung oder einfacheren Lagerhaltung ist nichts Neues. Der amerikanische Künstler Anthony Antonellis hat sich jetzt allerdings einen solchen Chip implantieren lassen, um Bilder darauf zu speichern. Er besitzt damit wohl das erste digitale Tattoo der Welt.

Der unter die Haut implantierte RFID-Chip zeigt aktuell ein GIF an. Bild: Anthony Antonellis

Der unter die Haut implantierte RFID-Chip zeigt aktuell ein GIF an. Bild: Anthony Antonellis

Der nur knapp 1 Millimeter große Chip, der in seine Hand implantiert wurde, hat eine Speicherkapazität von 1 Kilobyte. Der passive Chip erhält seine Energie aus dem Lesegerät und lässt sich aus einer Distanz von ein bis zwei Zentimetern auslesen. Geeignet sind dafür beispielsweise aktuelle Smartphones mit NFC-Funktionalität aber auch Tablets oder Kartenlesegeräte.

Aktuell hat Antonellis auf dem Chip eine animierte GIF-Datei gespeichert. Er plant aber seinen Chip als „Ausstellungsfläche“ zu nutzen und seine aktuellen Kunstwerke so immer mit sich führen zu können. Denkbar als Dateien sind, die Speichergröße ist natürlich der limitierende Faktor, GIF- oder JPEG-Dateien für Bilder, MIDI-Dateien für Musik oder natürlich auch Textdateien.

Die Implantation von RFID-Chips in Menschen ist nach wie vor umstritten. Gerade Datenschützer befürchten den Missbrauch der so erfassbaren Daten. Nichtsdestotrotz implantieren immer mehr Menschen sich einen entsprechenden Chip um ihre Haustüre berührungslos und ohne „richtigen“ Schlüssel öffnen zu können oder ihr Auto so aufzuschließen.

Ein Video zeigt die Implantation und Nutzung des Chips und lässt Antonellis zu Worte kommen. Mehr Informationen gibt es auch auf der Webseite von Anthony Antonellis.

Achtung: Im folgenden Video ist ein medizinischer Eingriff zu sehen, bei dem (eine geringe) Menge Blut zu sehen ist. Auf solche Darstellungen empfindlich reagierende Personen sollten sich das Video vielleicht nicht ansehen.

Quelle: mobilegeeks

Über den Autor

Florian Meier

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv