Amazon: Neuer Kindle Paperwhite & E-Book-Rabatt-Modell

4. September 2013, 9:32 Uhr | Archiv

Nach Kobo erweitert auch Amazon sein Portfolio mit einer neuen Generation der E-Ink-Reader. Der neue Kindle Paperwhite gleicht optisch dem alten Modell, die Änderungen liegen in der Hardware. Neben einem höheren Kontrast soll das Display auch besser auf feine Berührungen reagieren. Spannend ist das Rabattmodell „Matchbook“: Käufer eines Printtitels sollen die digitale Version zum Vorzugspreis von max. 2,99 Dollar bekommen – leider nur in den USA.

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Bei dem alten Kindle Paperwhite war die Ausleuchtung des Displays eher ungleichmäßig – besonders der untere Bereich des Displays musste darunter leiden. Deshalb will Amazon die integrierte LED-Beleuchtung überarbeitet haben. Neu ist auch die „PageFlip“ genannte Funktion, die über der aktuellen Seite ein Fenster öffnet, über das durch das E-Book geblättert werden kann, ohne die aktuelle Position im digitalen Buch zu verlieren. Wörter, die man beim Lesen im Wörterbuch nachschlägt, speichert das Gerät in einem Vokabeltrainer und bietet dem Leser an, diese Wörter später mit einem karteikartensystem zu lernen.

Wie bereits beim Vorgänger-Modell wird auch der neue Paperwhite in zwei Varianten angeboten: Die WLAN-Version für 130 Euro und eine UMTS-/3G-Version für 190 Euro. Bei der Nutzung des UMTS-Moduls sollen keine Zusatzkosten entstehen, auch nicht im Ausland. Ab sofort können die beiden Modelle vorbestellt werden – ausgeliefert werden sie dann am 9. Oktober (WLAN-Version) bzw. 6. November (UMTS-Version). Wer so lange nicht warten kann und einen E-Reader haben will, für den hat Amazon den Preis des einfachen Kindles ohne Beleuchtung und ohne Touchscreen auf 49 Euro gesenkt.

Rabattmodell „Kindle Matchbook“

Ebenfalls angekündigt wurde Kindle Matchbook. Durch das neue Marketingprogramm will der Online-Händler deutliche Preisnachlässe für E-Books anbieten, sollten Kunden vorher das entsprechende Buch in gedruckter Form gekauft haben. Nachgekaufte E-Books sollen 2,99, 1,99 oder 0,99 US-Dollar kosten – in manchen Fällen sollen sie auch gratis sein. Ab Oktober soll das Programm in den USA anlaufen und auch rückwirkend für alle Einkäufe ab 1995 gelten.

Pläne für ein ähnliches Programm in Deutschland gibt es derzeit jedoch nicht. Ein derartiges Angebot hätte laut Auskunft des Börsenvereins des deutschen Buchhandels vor allem mit der Buchpreisbindung zu kämpfen. Sollte Amazon also günstigere Preise für die E-Books mit den jeweiligen Verlagen aushandeln, so wären diese Preise nicht exklusiv, sondern auch für alle anderen Händler gültig. Alternativ müsste der Online-Versandhändler die Titel selbst unter Vertrag nehmen und unter eigenem Namen herausbringen, um die digitalen Versionen der Bücher günstiger anbieten zu können.

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Marco Schürmann

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