Innovationstreiber Samsung: NFC im Business – Smartwatch für daheim

5. September 2013, 11:02 Uhr | Archiv

Samsung unterstreicht zur IFA mit der ersten Smartwatch unter den großen Konzerne Google, Apple und Microsoft seine Marktmacht im mobilen Sektor. Vor Google Glass und der vermeintlichen iWatch zeigt das Unternehmen eine funktionierende Uhr mit Touchscreen und integrierter Kamera. Auch im Business-Sektor zeigt sich Samsung innovativ. NFC-fähige Druckssysteme erlauben einfache Bedienung für Nutzer, besonders solche die mobil für Unternehmen unterwegs sind. Und hier schließt sich der Kreis zwischen Consumer-Produkt und Business.

Ständig mobil – beruflich und privat

Kontaktlos drucken direkt vom Mobilgerät - dank NFC-Technologie entfällt das Anmelden im Firmennetz

Kontaktlos drucken direkt vom Mobilgerät – dank NFC-Technologie entfällt das Anmelden im Firmennetz

BYOD – Bring your Own Device – ist ein Schlagwort, dass besonders große Unternehmen vor besondere Herausforderungen stellt. Smartphones, Tablets und demnächst auch Smartwatches werden von Außendienstlern, Lieferanten, aber auch Key Account Managern und Geschäftsführern nicht nur beruflich, sondern auch privat genutzt. Die Sicherheitsvorkehrungen im Firmennetz spielen da ein große Rolle, aber auch nicht vorhandene feste Arbeitsplätze. Wie kann also der Außendienstler eben schnell seine Aufträge im Stammhaus ausdrucken oder der Manager die Präsentationsfolien, die unterwegs gemacht wurden, ausgeben?

NFC-fähige Drucker und MFP

Samsung hat hierzu NFC-(Near Field Communication)-fähige Drucker vorgestellt, die mit Hilfe der Samsung MobilePrint App den Austausch von Bildern, E-Mails, PDF-Dateien und anderen Dokumenten erlaubt. Mittels NFC-fähigem Smartphone oder Tablet erkennen sich die Geräte gegenseitig und starten den Datenaustausch – ob in der Firma oder privat. So müssen sich Außendienstler nicht extra in Firmennetze einloggen um einen Druckauftrag zu starten oder aber erlaubt die NFC-Technik, vertrauliche Dokumente erst nach Authentifizierung mittels NFC-Gerät oder -Karte den Druck an einem beliebigen Drucker im Unternehmen zu starten.

Mobile Geräte und die Smartwatch

Samsung Galaxy Gear SmartWatch

Samsung eröffnet die Smartwatch-Runde unter den „Großen“

Auch in den Mobilgeräten hat Samsung – im Gegensatz zu Apple – sehr früh die NFC-Technik integriert. Während der Hersteller aus Cupertino noch auf wegweisenden Nutzen für den Konsumenten wartet, zeigt Samsung nicht nur mit NFC-Druckern, dass es hier viele Anwendungsgebiete gibt.

Eine andere Innovation, die Samsung nun zur IFA vorgestellt hat, ist die Smartwatch Galaxy Gear. Zwar sind bereits die Sony SmartWatch 2 und Qualcomm Toq am Markt, mit Samsung betritt aber der erste „große“ Konzern den Uhrenmarkt. Während es immer wieder Gerüchte um Entwicklungen einer iWatch von Apple gab, konnten die Kunden zum Auftakt der IFA in Berlin erstmals funktionierende Modelle in der Hand halten.

Technische Details: Die neue Galaxy Gear verfügt über einen 800 MHz Single Core Prozessor und ein 1,63″ AMOLED Display mit 320 x 320 Pixeln Auflösung. Im Armband ist eine Kamera integriert, die mit 1,9 MP auslöst und die Videoaufnahme in 720 p erlauben soll. 4 GB Speicher + 512 MB RAM sollen bis zu 10 Apps auf dem Gerät erlauben, Videoaufnahmen sind nach ersten Angaben auf 10 Sekunden beschränkt. Die Galaxy Gear nutzt Android 4.3 und kommuniziert via Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone. Die Zusammenarbeit der Uhr soll nur mit Samsung Mobilgeräten funktionieren, ohne solch ein Gerät kann die Uhr realtiv wenig. Gerade bei der Uhr vermisst man jedoch die NFC-Technologie, denn besonders hier würde sie doch Sinn machen?

Auch ohne NFC in der ersten Version der Galaxy Gear zeigt Samsung jedoch, dass man als weltgrößter Elektronik-Konzern sehr gut den technologischen Wandel versteht und über die Grenzen der einzelnen Sparten hinausdenkt. Wie wohl unsere digitalen Arbeitsgeräte in 5 Jahren aussehen?

 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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