Apple Event 2013: iPhone 5C und 5S ab 13. September bestellbar

10. September 2013, 21:17 Uhr | Archiv

Wie erwartet drehte sich beim heutigen „Apple Event 2013“ alles um iOS 7 und neue iPhone-Modelle. Die Gerüchteküchen behielten recht: Mit dem iPhone 5C wurden erstmal farbige Modelle aus Kunststoff (Polycarbonat) präsentiert, die technische jedoch keinesfalls billig daherkommen. Das Topmodell bildet zukünftig das iPhone 5S mit Fingerabdruckscanner, 64-bit-Architektur und einem eigenen Chip für die Auswertung von Bewegungsdaten.

Die Verkaufszahlen des iPhone entwickeln sich bestens, war im Rahmen des Apple Events zu vernehmen. Bild: theverge.com

Die Verkaufszahlen des iPhone entwickeln sich bestens, war im Rahmen des Apple Events zu vernehmen. Bild: theverge.com

 

Apple steht gut da

Wie Apple-CEO Tim Cook im Rahmen der Präsentation sagte, würde es dem Unternehmen sehr gut gehen. Im kommenden Monat würde man das 700 Millionste iOS-Gerät verkaufen, teilte er mit. Eine genauere Aufteilung, wie sich diese 700 Millionen Geräte zusammen setzen, gab es leider nicht.

iOS 7 kommt am 18. September

Das Betriebssystem für mobile Geräte, iOS 7, erscheint noch im September in Version 7. Neben einer Überarbeitung der Oberfläche spendiert Apple der neuen Version weitere Klingel- und Benachrichtigungstöne. Die künstliche Intelligenz „Siri“ wurde ebenfalls überarbeitet und soll nun noch bessere Antworten liefern können. Neben einer weiblichen soll nun auch eine männliche Stimme für die Sprachausgabe zur Auswahl stehen.
Viele weitere kleine und große Überarbeitungen sorgen dafür, dass das Betriebssystem die Displays von iPhone, iPad und Co. noch besser nutzt.
Verfügbar sein wird es für das iPhone 4, iPad 2, das iPad mini sowie den iPod touch und die darauf folgenden Gerätegenerationen.

Kostenlose Software-Sammlung iWork

Unter dem Namen iWork fasst Apple fünf Apps zusammen, die laut Tim Cook besonders beliebt sein. Neben „Keynote“, „Pages“ und „Numbers“ gehören auch iPhoto und iMovie zum Paket. Sie allesamt seien besonders dafür geeignet mit mobilen Geräten kreativ zu arbeiten, weshalb sie künftig zur Grundausstattung von neuen Geräten gehören werden.

 

iPhone 5C

Das iPhone 5C erscheint in fünf verschiedenen Farben – das Gehäuse ist aus Polycarbonat

Das iPhone 5C erscheint in fünf verschiedenen Farben – das Gehäuse ist aus Polycarbonat

Den wohl am meisten erwarteten Teil der Präsentation, den über die neuen iPhones, beginnt Tim Cook mit einer Überraschung. Statt wie gewohnt den Preis des alten Modells zu senken, sobald ein neues iPhone erscheint, stellt man diesmal die Produktion des iPhone 5 komplett ein. Es wird durch das iPhone 5C und das iPhone 5S ersetzt.

Das iPhone 5C setzt auf ein Plastikgehäuse, das aus einem Stück gefertigt wird, allerdings wird es durch eine verdeckte Stahlstruktur zusätzlich verstärkt. Ein 4 Zoll großes Retina-Display, das volle sRGB-Abdeckung verspricht, sowie der A6 Prozessor aus dem iPhone 5 sorgen für gewohnte Leistung. Ebenfalls wurde die 8 Megapixel-Kamera des iPhone 5 übernommen. Ein etwas größerer Akku soll für längere Akkulaufzeit sorgen, Bluetooth 4.0 sowie die Unterstützung aktueller WiFi-Standards sowie LTE sind natürlich mit an Bord.

Zusätzlich zum iPhone 5C werden auch zusätzliche Plastikschutzhüllen in den Gerätefarben erhältlich sein. Zu den 5 Gerätefarben zählen: Blau, Weiß, Pink, Gelb und Grün.

Online lässt sich das Gerät ab dem 13. September vorbestellen. Für „Cheap“ steht das neue iPhone 5C leider nicht. Die Preise ohne Vertrag: 599 Euro für 16 GB, 699 Euro für 32 GB. Hoffnung, Apple würde damit im Preiskampf gegen günstige Android-Geräte einsteigen (etwa 199 Dollar für das Galaxy S4), bewahrheiteten sich nicht.

 

iPhone 5S

Das iPhone 5S kommt in drei Farben, mit 64 Bit-Prozessor und Fingerabdruckleser.

Das iPhone 5S kommt in drei Farben, mit 64 Bit-Prozessor und Fingerabdruckleser.

Das iPhone 5S wird das neue Flaggschiff des Unternehmens. In den drei Farben Gold, Silber und „Space Grau“ erhältlich, wird es abermals aus Aluminium gefertigt. Mit dem A7 bringt es den ersten 64 Bit-Prozessor in einem Smartphone mit sich. Die CPU ist aufgrund dessen rund 40 mal schneller als beim iPhone 5, die Grafikleistung soll gar um das 56-fache gesteigert worden sein. Mittels verschiedener Spiele wird die Leistungsfähigkeit des neuen Gerätes demonstriert. Auch iOS 7 und die entsprechenden Apps sind spezifisch für das 64 Bit-System ausgelegt, so dass hier mit deutlichen Geschwindigkeitssteigerungen zu rechnen ist.

Mit einem neuen Subprozessor will Apple dem Hauptsystem zusätzlich Arbeit abnehmen. Ein „M7“ genannter Prozessor wertet ausschließlich die Daten der vielfältigen Bewegungssensoren im Gerät aus, und stellt diese dem System zur Verfügung. Entwickler sollen direkt auf diese Daten zugreifen können, um sie in Apps zu verwenden.

Mit einer Akkuladung soll das iPhone 5S 250 Stunden Standby-Zeit erreichen, respektive kann man damit 10 Stunden telefonieren oder über LTE surfen.

Besonderes Augenmerk hat Apple der Verbesserung der Kamera im iPhone 5S gewidmet. Größere Pixel auf dem Sensor, sowie eine neue Kamerasoftware, die automatisch eine Reihe von Bildern aufnimmt und daraus das Schärfste auswählt, sollen für bessere Bilder sorgen. Der neue Blitz kommt mit zwei verschiedenen LEDs, um sich automatisch der Lichtfarbe der Umgebung anzupassen.

Ein Hochgeschwindigkeitsmodus, in dem 10 Bilder pro Sekunde gemacht werden und eine softwareseitige Bildstabilisierung sollen ebenfalls zu besseren Bildern beitragen. Videos mit 720p Auflösung soll die Kamera in einem Zeitlupenmodus mit 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen können.

Ein weiteres Features des iPhone 5S ist ein integrierter Fingerabdruckleser. Er ist im Home-Button integriert und soll zum Beispiel die Anmeldung bei iTunes mit einem einzigen Fingerabdruck möglich machen. Diese „Touch ID“ genannte Technik erlaubt auch die Entsperrung des Telefons mit einem Druck auf den Home-Button. Laut Apple ist der Sensor in der Lage die Abdrücke aus jeder Richtung und sehr schnell zu lesen. Die Daten seien dabei besonders geschützt und würden auch nicht mit dem Betriebssystem an sich in Kontakt kommen. Auch eine Synchronisierung oder Speicherung auf Apples Servern würde nicht erfolgen heißt es.

Das iPhone 5S soll ab dem 20. September bestellbar sein, die 16 GB-Version soll 699 Euro kosten, eine Verdoppelung des Speichers bis zu 64 GB schlägt jeweils mit 100 Euro zu Buche.

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Florian Meier

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