Akkus über mehrere Meter drahtlos aufladen

12. September 2013, 10:08 Uhr | Archiv

Das Thema drahtlose Energieübertragung an mobile Geräte hat sich bisher noch nicht wirklich durchgesetzt und ist eher eine technische Spielerei anstatt dass sie viele Vorteile gegenüber der klassischen Übertragung durch eine Kabelverbindung bietet. Das Startup Ossia will dies ändern und verspricht eine Energieübertragung über mehrere Meter hinweg. Wie das funktionieren soll, erfahren Sie hier.

(Bild: techcrunch.com)

(Bild: techcrunch.com)

Das von Physiker Hatem Zeine gegründete Startup Ossia spezialisiert sich auf Systeme für die drahtlose Energieübertragung vom Industrie-Bereich bis hin zum privaten Bereich. Seit über zehn Jahren arbeitet der Physiker bereits an einem Verfahren, das andere Hersteller auch bereits in Betracht gezogen haben, das aber noch keine Marktreife erreicht hat. Bisherige kabellose Ladesysteme, wie sie bereits in einigen Smartphones eingesetzt werden, setzen auf Induktion. Der Nachteil dabei ist, dass das Smartphone dabei auf einer Ladestation liegen muss – so hat es gegenüber des Ladevorgangs mit Kabel sogar noch den Nachteil, dass es während des Ladeprozesses kaum genutzt werden kann.

Das System von Ossia soll hingegen auf Magnetresonanz setzen. Auf einer Veranstaltung von TechCrunch präsentierte Zeine seine Entwicklung erstmals öffentlich. Der vorgestellte Prototyp erreichte dabei Ladedistanzen von bis zu drei Metern. Mit größerer Distanz nehme der Leistungsgrad jedoch auch ab. Bei drei Metern lag der Leistungsgrad bei nur noch rund 10 Prozent der vom Sender eingesetzten Energie. Man setzt bei dem System auf elektromagnetische Wellen in Funkspektren, in denen z.B. auch WLAN und Bluetooth betrieben werden. Dadurch sei es nicht nötig, die Technologie vorher in aufwändigen Verfahren zertifizieren zu lassen. Eine Störung anderer Technologien sei auch nicht zu erwarten.

Künftig soll man sich als Smartphone-Besitzer nicht mehr darum kümmern müssen, das Gerät aufzuladen. Stattdessen soll dies automatisch geschehen, sobald man Zuhause ist. Ein Sender ermögliche dabei das Aufladen von mehreren Geräten gleichzeitig. Erste entsprechende Geräte sollen 2015 den Markt erreichen. Neben Geräten, die ab Werk mit einer entsprechenden Empfangstechnik ausgestattet sind, soll es dann auch einen Adapter geben, mit dem man bereits vorhandene Smartphones mit der neuen Technik aufladen kann.

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Marco Schürmann

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