Apples iOS 7 Update bremst Internet weltweit aus

12. September 2013, 13:18 Uhr | Archiv

Rund 700 Millionen verkaufte iOS-Geräte vermeldete Tim Cook auf seiner Keynote zur Vorstellung der neuen iPhones. Die Nutzer von iPhone und iPad sind dafür bekannt, neue Updates unmittelbar nach Erscheinen auf ihre Geräte zu spielen – gerade iOS7 wird aufgrund der grundlegenden Designänderungen besonders viele Anwender zum schnellen Update bewegen. Zum Erscheinen am 18. September könnte das zu einer Zerreißprobe für den internationalen Datenverkehr werden, und besonders für mobile Datennnetze. Das sagt der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco voraus.

Mehrere 100 Millionen Geräte werden voraussichtlich ab dem 18. September aktualisiert - eine Herausforderung für Internet und Mobilfunknetze

Mehrere 100 Millionen Geräte werden voraussichtlich ab dem 18. September aktualisiert – eine Herausforderung für Internet und Mobilfunknetze

Nicht jedes der verkauften 700 Millionen Endgeräte kann mit neuen Betriebssystem von Apple bespielt werden, ein großer Prozentsatz ist dafür einfach zu alt. Trotzdem dürfte das rund 1,3 GB große Update am 18. September für massiven Datenverkehr sorgen. Besonders die Möglichkeit des Updates über UMTS und LTE-Verbindungen wird das mobile Netz merklich ausbremsen – so prognostiziert es Prof. Dr. Georg Rainer Hofman vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco:

„Schon in den vergangenen Jahren wurde die Höchstlast im Internet nicht durch virale Videos, nicht durch Microsoft-Updates und auch nicht durch Katastrophennachrichten erreicht, sondern durch eine neue iOS-Generation von Apple. Angesichts der immensen Verbreitung von iOS-Geräten, die durch die neuen Modelle iPhone 5S und 5C noch einmal einen rasanten Schub erfahren wird, könnte iOS 7 bei Verfügbarkeit am 18. September die Netzkapazität im Internet für einige Tage an seine Grenzen bringen“

Allein die Umstellung von iOS 5 auf iOS6 hat für einen Anstieg der Netznutzung von 25 Prozent am Tag der Veröffentlichung geführt. Davon entfielen wiederum bis zu einem Drittel auf UMTS-Mobilfunknetze. Erweiterte Funktionsumfänge bei Cloud-Diensten und dem Sprachassistenten Siri sorgen zudem für gestiegenen Datenverkehr im Mobilfunknetz.

Prof. Steinmetz, Leiter eines Forschungsprojekts für künftige Internet-Modelle (MAKI) ist sich sicher, dass mittel- bis langfristig völlig neue Netzstrukturen nötig sind, um den wachsenden Bedarf an Datenverkehr zu kompensieren. Intelligente Zusammenspiele herkömmlicher Client-Server-Modell und neue Peer-to-Peer-Ansätze könnten dabei helfen.

Quelle: eco – Verband

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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