Apple: iPhone bereitet Weg für iWatch

16. September 2013, 10:13 Uhr | Archiv

Während viele Details und Features der neuen iPhone-Generation bereits im Vorfeld bekannt waren, überraschte Apple vergangenen Dienstag mit einem neuen Chip. Der M7-Chip wurde zusätzlich zum neuen Prozessor, dem A7, in das iPhone 5S eingebaut und unterstützt den Prozessor bei der Verarbeitung von Bewegungsdaten, die vom Beschleunigungssensor, Gyroskop und Kompass kommen. Apples iWatch könnte ebenfalls mit einem solchen Chip ausgestattet werden.

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Durch den neuen M7-Chip soll der eigentliche Prozessor entlastet werden, so dass während der Nutzung von Navagations- oder anderen Geo-Anwendungen der Akku nicht so stark belastet wird. Dass dies der einzige Grund für den neuen Chip ist, ist jedoch unwahrscheinlich. Stattdessen geht man davon aus, dass Apple den M7-Chip für zukünftige Einsätze testen will – beispielsweise für die iWatch. Bereits in der Vergangenheit hat Apple seine Geräte häufig mit Technologie ausgestattet, die es eigentlich noch nicht benötigt – wie z.B. LTE bei der dritten iPad-Generation. Dadurch hatte Apple Zeit, einige Fehler auszubessern und an der Leistung zu schrauben, bis man sechs Monate später dann auch im iPhone 5 LTE-Technologie implementiert hat.

Doch was hat das für Apples iWatch zu bedeuten? Der M7-Chip ist nicht dafür entwickelt, eigenständig zu arbeiten, sondern dafür, den aktuellen Prozessor zu unterstützen. Da auch eine Smartwatch dazu gedacht ist, zusammen mit Smartphones oder Tablets zu arbeiten, wäre ein Einsatz im Bereich der „Wearables“ sinnvoll. Der Chip könnte nahezu alle Daten der iWatch verarbeiten und damit eine lange Laufzeit garantieren. Berichten zufolge arbeite Apple daran, eine Akkulaufzeit von sieben Tagen zu erreichen.

Durch die Implementierung in das iPhone 5S kann Apple zudem auf zahlreiche Entwicklungen von Apps setzen, die exakt diese Daten verarbeiten und aufbereiten. Bei einer kurzfristigen oder lang geheimgehaltenen Veröffentlichung eines wearable device wie einer iWatch, stünden bereits optimierte Programme oder gar ein eigenes Ökosystem an Software und Komponenten dafür bereit. Idealerweise ließen sich diese Apps direkt nutzen oder mit minimalem Aufwand portieren.

Sollte Apple mit dem M7-Chip die selbe Strategie verfolgen wie bereits bei der LTE-Technologie im iPad 3, so könnte man mit der iWatch in sechs Monaten (März 2014) rechnen.

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1 Kommentar

  1. Antworten

    hcp

    19. März 2014

    Der M7 ist kein eigenständiger Chip sondern scheint im A7 integriert. Siehe ifixit.


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