Google integriert Bildbearbeitung in Google Plus

19. September 2013, 13:40 Uhr | Archiv

Nutzer von Googles sozialem Netzwerk Google+ können ab sofort auf eine browserbasierte Bildbearbeitung zurückgreifen. Technologien aus der Akquise des Bildbearbeitungsspezialisten „Nik Software“ im Jahre 2012 erhalten damit Einzug in Googles webbasierte Dienste.

Der "Drama"-Filter scheint nur bedingt alltagstauglich. (Links unbearbeitet)

Der „Drama“-Filter scheint nur bedingt alltagstauglich.

Voraussetzung für die Nutzung der Bildbearbeitung ist der Einsatz des Chrome-Browsers. Ob dies wirklich eine technische Notwendigkeit darstellt, oder ob es hier um die Steigerung des Einsatzes des hauseigenen Browsers geht, ist unklar. Nutzer eines anderen Browsers werden in jedem Fall mit einer Fehlermeldung abgewiesen.

Wer allerdings Chrome nutzt, der findet bei der Ansicht eines einzelnen seiner Bilder jetzt den Menüpunkt „Bearbeiten“ vor. Ein Klick darauf blendet eine Arbeitsleiste ein, die einige standardisierte Optionen zur Bearbeitung des Bildes bereit hält.

Unter anderem finden sich eine Schwarz-Weiss-Umwandlung, ein „Vintage-Filter“ sowie eine Option zur Simulierung des Tilt-Shift-Effektes. Auch Parameter wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Tiefen und die Schärfe lassen sich bequem über Schieberegler anpassen. Eine automatische Optimierung ist ebenfalls vorhanden, so dass man schnell eine Reihe von Urlaubsfotos automatisch etwas verbessern lassen kann.

Nach Setzen eines Kontrollpunktes und Auswahl der Größe (links) können selektive Bearbeitung auf der maskierten Fläche durchgeführt werden (rechts: Helligkeit maximal erhöht).

Nach Setzen eines Kontrollpunktes und Auswahl der Größe (links) können selektive Bearbeitung auf der maskierten Fläche durchgeführt werden (rechts: Helligkeit maximal erhöht).

Interessant ist vor allem die Möglichkeit einfache, selektive Anpassungen durchzuführen. Durch Setzen eines Kontrollpunktes, und die Festlegung der Größe dieses Punktes, wird eine Fläche maskiert. Auf diese Fläche können dann Änderungen der Helligkeit, des Kontrastes und der Sättigung selektiv durchgeführt werden.

Dieser Vorgang ist bequem und relativ intuitiv nutzbar, die radiale, weich verlaufende Ausdehnung der Maske macht das Bearbeiten von kantennahen Objekten allerdings nur schwer oder gar nicht möglich.

Diese Kontrollpunkt-basierte Bearbeitung ist eine der Kerntechnologien die Google durch die Akquise von Nik Software erwarb. In der iOS- und Android-App „Snapseed“ ist diese Funktion von Anfang an ein zentraler Bestandteil der Funktionalität.

Während umfangreiche Bildbearbeitungen natürlich auch nach wie vor mit entsprechender Software erledigt werden sollten, scheint diese Webanwendung gut geeignet für schnelle Schnappschüsse unterwegs. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Bilder bei Google+ hochgeladen werden.

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Florian Meier

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