Studie beleuchtet Situation am Tablet Publishing Markt

15. Oktober 2013, 9:48 Uhr | Archiv

Der Markt für eMagazine und ePaper steckt immer noch in den Kinderschuhen. Unter den Top-100 der IVW-Titeln sind nur 18 Titel mit einem individuellen eMagazin am Markt, 37 % bieten ein Print-Replika in Form eines ePaper. Den Grund für diese Situation hat die Studie TCS – Tablet Communication Setup erörtert, für die die Beratungsfirma 4millions über 240 digitale Publikationen aus IVW und iTunes untersuchte.

Mehr als die Hälfte der IVW-Toptitel ist in digitaler Form nicht erhältlich.

Mehr als die Hälfte der IVW-Toptitel ist in digitaler Form nicht erhältlich.

Das von Anja Visscher und Philipp Wolde frisch gegründete Beratungsunternehmen 4millions hat in ihrer ersten Marktstudie, zu der von April bis Juni 2013 mehr als 240 Medienangebote ausgewertet wurden, aufschlussreiche Erkenntnisse zur aktuellen Lage am Digital Publishing Markt gesammelt.

Die Situation ist verzwickt: Die digitalen Ausgaben liegen zwar zu 73% unter dem Verkaufspreis der Printtitel, jedoch werden 59% der Print-Abonnenten für eine Digitalausgabe extra zur Kasse gebeten. Dabei unterscheiden die Berater besonders zwischen eigens für die Nutzung auf elektronischen Geräten konzipierten eMagazine und den zum Teil angereicherten Print-Replikas, den ePaper. Besonders auffällig: Von den Top-100 IVW-Titeln finden sich digital gerade einmal 18 Titel als eigens produziertes eMagazin in den Stores, 37% der Titel werden als ePaper angeboten. Mehr als die Hälfte der Topseller werden am Markt gar nicht für elektronische Endgeräte angeboten.

Auch in Sachen Vermarktung hinkt der digitale Zeitschriftensektor hinterher, für eine Vielzahl der Angebote gibt es keine Mediadaten, obwohl laut Anja Visscher die Anzeigen in diesen Magazinen besonders interessant für Vermarkter und Werbetreibende sind, da sie die Vorteile von gedruckter und digitaler Werbung vereinen können. Das hohe Aufmerksamkeitspotential und die Interaktivität der Online-Welt lassen sich in eMagazinen ideal ergänzen.

13 Interaktionsmöglichkeiten bieten Tablet-Anzeigen – viele werden kaum genutzt.

13 Interaktionsmöglichkeiten bieten Tablet-Anzeigen – viele werden kaum genutzt.

4millions identifizierte in der Studie 13 verschiedene Interaktionsmöglichkeiten in Tablet-Anzeigen und analysierte 168 Werbemittel auf deren Nutzung. Auch hierbei zeigte sich, dass beinahe jede fünfte Anzeige nicht einmal die Möglichkeit der Verlinkung nutzt (Deeplink – Nutzung bei 82,1 %). Rund 20% der Werbekunden banden hingegen schon Videomaterial in die Anzeigen ein, ein Viertel der Anzeigen waren grafisch animiert.

Die vollständige Studie „Tablet Communication Setup“ ist über 4millions für 490 Euro zu beziehen, ein Whitepaper mit Kernaussagen steht über die Homepage kostenlos zum Download bereit.

 

Quelle: 4millions, dpmag.de

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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