Zusammenfassung des Apple Events des 22. Oktobers

22. Oktober 2013, 20:55 Uhr | Archiv

Auf dem heutigen Apple-Event im Yerba Buena Center for the Arts wurde einiges vorgestellt. Wie bereits erwartet, wurden zwei neue iPad-Modelle vorgestellt, das iPad Air, das besonders durch die dünne und leichte Bauweise auffällt, und ein neues iPad Mini mit Retina-Display. Weiter vorgestellt wurden die neue Mac OS X-Version mit dem Codenamen „Mavericks“ sowie zwei neue MacBook Pro-Modelle und der neue Mac Pro. Mehr zu den neuen Geräten und der neuen Software, erfahren Sie hier bei uns.

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Mehr als 9 Millionen verkaufte neue iPhones am ersten Wochenende

Das aktuelle iPhone 5S ist besonders beliebt. Bild: Apple

Das aktuelle iPhone 5S ist besonders beliebt. Bild: Apple

Zu Beginn der Keynote zeigte sich Tim Cook stolz über den Verkaufsstart der neuen iPhone-Modelle 5C und 5S. Allein am ersten Wochenende habe man 9 Millionen dieser Geräte verkaufen können (wir berichteten). Dies sei der „größte iPhone-Verkaufsstart überhaupt“. Schnell wechselte man dann bereits das Themengebiet hin zu den Computer-Geräten. „Wir glauben noch immer stark an den PC-Bereich“, erklärte Tim Cook auf der Veranstaltung. Entsprechend hat man auf dem Computer-Markt einige neue Geräte vorzuweisen, die wir im Folgenden näher vorstellen werden.

 

MacBook Pro 13″ und 15″ mit Retina Display

Das Mac Book Pro gibt es in der 13 und 15 Zoll-Variante jetzt mit hochauflösendem Retina-Display. Bild: Apple

Das Mac Book Pro gibt es in der 13 und 15 Zoll-Variante jetzt mit hochauflösendem Retina-Display. Bild: Apple

Gleich zwei neue MacBook Pro-Modelle wurden vorgestellt – beide jeweils mit einem Retina-Display. Die 13-Zoll-Variante wird von einer Intel Haswell-Dual-Core-CPU betrieben, deren integrierte Iris-Graphic bis zu 90 Prozent mehr Geschwindigkeit im bei grafisch aufwendigen Aufgaben verspricht als bei der vorherigen Generation. Der Prozessor ist ein Intel Core i5 mit 2,4 GHz Taktrate. Weiterhin verbaut sind 4 Gigabyte RAM sowie eine 128GByte SSD. Bis zu neun Stunden soll der Akku des MacBook Pros halten. Ebenfalls integriert sind Thunderbolt 2 (zwei Mal so schnell wie das alte Thunderbolt) und neue WiFi-Technologie (802.11ac), die bis zu drei Mal schnellere Datenübertragungen ermöglichen soll. Während im letzten Jahr das 13-Zoll-Modell des MacBook Pro preislich noch bei 1.399 US-Dollar lag, kostet das aktuelle Modell nur noch 1.299 US-Dollar.

Das 15-Zoll-MacBook-Pro besitzt ebenfalls ein Retina-Display. Zum Einsatz kommt unter der Haube ein Intel Core i7 mit vier Kernen, die jeweils eine Taktrate von 2 GHz besitzen. Der neue Intel-Prozessor ist eine Crystalwell-CPU mit Iris Pro-Graphics. Als separate Grafikkarte nutzt man eine NVIDIA GeForce GT 750M. Acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 256GByte SSD runden das Gesamtpaket ab. Die restlichen Spezifikationen bezüglich WiFi und Thunderbolt sind wie bereits bei der 13-Zoll-Variante. Der Preis beläuft sich auf 1.999 US-Dollar, also 200 US-Dollar weniger als die vorherige Generation beim Verkaufsstart im letzten Jahr.

 

Mac Pro

Der neue Mac Pro kommt in außergewöhnlichem Design und mit ordentlich Leistung. (Außenansicht, Rückseite, ohne Gehäuse) Bild: Apple

Der neue Mac Pro kommt in außergewöhnlichem Design und mit ordentlich Leistung.
(Außenansicht, Rückseite, ohne Gehäuse) Bild: Apple

Darauf hat man bereits einige Jahre gewartet – auf ein neues Modell des Mac Pros. Die neue Generation kann nicht nur durch das frische (runde) Design Aufmerksamkeit erregen, sondern auch durch die starke Hardware, die in dem Gehäuse verbaut ist. Das Mac Pro steht in unterschiedlichen Konfigurationen bereit. So hat man beim Prozessor die Wahl zwischen 4-, 6-, 8- und 12-Kern Intel Xeon-Prozessoren und kann bis zu 64 Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher mit einer Taktrate von 1866 MHz wählen. Als Grafikkarten kommen die professionellen AMD FirePro-GPUs mit bis zu 12GByte GDDR5-RAM zum Einsatz. Bei den Anschlussmöglichkeiten stehen sechs Thunderbolt 2-Anschlüsse, die abwärts kompatibel sind, sowie vier USB 3.0-Anschlüsse zur Verfügung. Bis zu zwei Bildschirme können angeschlossen werden, sogar 4K-Bildschirme.

Der Preis beginnt bei 2.999 US-Dollar für die Variante mit einem 3,7GHz Quad-Core-Xeon, 12 Gigabyte RAM, Dual-AMD FirePro D300 mit jeweils 2GB VRAM und einer 256GB SSD. Neben der Leistungsfähigkeit hat Apple auch besonderen Wert auf Energieeffizienz gelegt: Der neue Mac Pro soll bis zu 70 Prozent weniger Strom verbrauchen als die alte Mac Pro-Generation. Im Idle soll das Gerät lediglich 43 Watt verbrauchen.

 

iPad Air und iPad Mini mit Retina-Display

Das iPad Air ist noch dünner und leichter als das herkömmliche iPad. Bild: Apple

Das iPad Air ist noch dünner und leichter als das herkömmliche iPad. Bild: Apple

Vor dreieinhalb Jahren hat Apple damit begonnen, iPads herzustellen. Seitdem wurden weltweit 170 Millionen Geräte verkauft, was einem Marktanteil von 81 Prozent auf dem Tablet-Markt entspricht. Grund genug für Apple, das Produktportfolio um eine neue Generation zu erweitern – dem „iPad Air“. Wie bereits beim MacBook steht der Begriff „Air“ für eine dünnere und leichtere Bauweise. Das iPad Air ist mit 7,5mm rund 20 Prozent dünner als die vergangene Generation (mit 9,4mm) und wiegt nur 500g. Damit sei es das leichteste „Full-Size-Tablet“. Wie bereits beim iPhone 5S kommt auch im iPad Air der neue A7-Chip mit seiner 64-Bit-Architektur zum Einsatz. Dadurch soll sich die Leistung gegenüber der alten Generation verdoppeln.

Neu ist die MIMO-Technologie, die für schnelleres WiFi mit bis zu 300 Mbps sorgt. Als Kameras dienen eine 5MP iSight-Kamera und eine 1080p HD Video-Kamera – zusätzlich sind zwei Mikrofone verbaut. Die Akkulaufzeit soll bis zu 10 Stunden betragen. Das neue iPad Air soll in Silber und Schwarz erhältlich sein und 499 US-Dollar (WiFi) bzw. 629 US-Dollar (WiFi + 3G) kosten. Ab dem ersten November ist es erhältlich.

Das iPad mini ist jetzt auch mit Retina-Display ausgestattet. Bild: Apple

Das iPad mini ist jetzt auch mit Retina-Display ausgestattet. Bild: Apple

Auch das iPad Mini hat, wie bereits im Vorfeld erwartet, ein Upgrade bekommen und bekommt ein Retina-Display spendiert. Das 7,9 Zoll-Display löst mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln genau so viele Pixel auf wie das Display des iPad Air. Auch hier kommen der neue A7-Chip sowie die MIMO-Technologie zum Einsatz. Als Kamera dient eine 5MP iSight-Kamera. Das Gerät, das in den Farben silber, weiß, grau und schwarz verfügbar sein wird, liegt preislich bei 399 US-Dollar (WiFi) bzw. 529 US-Dollar (3G) und ist ab Ende November erhältlich.

 

Mac OS X „Mavericks“ 10.9

Das neue OS X trägt den Namen "Mavericks" und soll das System deutlich schneller machen. Bild: Apple

Das neue OS X trägt den Namen „Mavericks“ und soll das System deutlich schneller machen. Bild: Apple

Durch die neue Version von Apples Betriebssystem sollen die Geräte noch leistungsfähiger und effizienter werden. Die Akkulaufzeit soll sich um bis zu eine Stunde beim Webbrowsing bzw. ein-einhalb Stunden beim Filme gucken erhöhen. Durch den sogenannten „Compressed Memory“ wird durch Kompressionen Speicher frei gemacht, sodass sechs Gigabyte an Daten auf nur vier Gigabyte RAM hinterlegt werden können. Durch OpenCL soll die CPU entlastet werden, sodass grafisch aufwendige Rechenaufgaben an die GPU übertragen werden können. Neben den damit verbundenen hardwareseitigen Verbesserungen hat Apple natürlich auch auf Seiten der Software einiges nachgebessert.

So ist es beispielsweise möglich, direkt innerhalb der Notifications (etwa von Message) Antworten zu schreiben, sodass die Anwendung selbst gar nicht mehr geöffnet werden muss. Auch Webseiten können dank der „Website Notifications“ Meldungen auf den Mac des Nutzers schicken und so beispielsweise über Neuigkeiten oder Angebote informieren. Neu ist ebenfalls die Maps-Anwendung, die eine 3D-Ansicht sowie Routenplanung ermöglicht. Im Anschluss an der Routenplanung kann die Route direkt an das iPhone zur Navigation übertragen werden.

Apples Keychain ist ab sofort mit iCloud synchronisiert, sodass etwa Passwörter oder Kreditkartendaten auf allen Geräten und überall verfügbar sind. Die neue Kalender-App extrahiert neben Zeit nun auch Ort und weitere Informationen aus den Nachrichten und zeigt dadurch auf einem Blick auch die ungefähre Fahrtzeit zum Ziel an.

Ab sofort ist das Update erstmals kostenlos über den App Store verfügbar.

Update:

Klammheimlich und ohne große Ankündigung hat Apple auch iOS auf Version 7.0.3 aktualisiert. Das Update kann via OTA (Over-The-Air) oder auch über iTunes heruntergeladen werden.

Über den Autor

Marco Schürmann

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