Amazons Verlagsoffensive ohne großen Erfolg

28. Oktober 2013, 8:58 Uhr | Archiv

Vor zwei Jahren hat Amazon den Versuch gestartet, als eigener Verlag den großen Buchverlagen Konkurrenz zu machen. Doch offenbar ist der Versuch nicht erfolgreich genug verlaufen. Der Branchen-Newsletter Shelf Awareness berichtet davon, dass Larry Kirshbaum, der die Verlagssparte Amazon Publishing leitet, Anfang des nächsten Jahres seinen Postem räumen wird.

(© Eisenhans - Fotolia.com)

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Die vom ehemaligen Chef der Time Warner Book Group geleitete Verlagssparte von Amazon sollte die Konkurrenz in Bedrängnis bringen. Doch diese Konkurrenz war offenbar zu groß: Mehrere Angestellte wurden bereits gekündigt und Larry Kirshbaum wird zu Beginn des kommenden Jahres als Leiter von Amazon Publishing zurücktreten. Die kleineren Tochter-Verlage unter dem Dach der Verlagssparte, die ihren Fokus auf bestimmte Genres legen (wie Mystery oder Science-Fiction) sollen jedoch erhalten bleiben.

Vor knapp zwei Jahren, im Herbst 2011, hat der Online-Versandhändler Amazon erstmals angekündigt, verstärkt als Buchverlag zu agieren und auch selbst Bücher herauszubringen. Dafür worb man namhafte Autoren anderer Verlage ab. Dem traditionellen Buchhandel gefiel Amazons Vorhaben jedoch nicht – man weigerte sich, Amazon-Titel ins Programm zu nehmen, so Shelf Awareness. Viele der Autoren, die Amazon für sich gewinnen wollte, hatten ihren Erfolg dem traditionellen Buchhandel zu verdanken. Durch die Verweigerungen des Buchhändlers Barnes & Noble und anderer Händler sei der große Erfolg bei den ersten Amazon-eigenen Titeln jedoch ausgeblieben.

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Marco Schürmann

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