Motorola baut das zusammensteckbare Modul-Smartphone

30. Oktober 2013, 17:07 Uhr | Archiv

Noch vor wenigen Wochen begeisterte die Idee eines modular zusammsteckbaren Smartphones des niederländischen Designers Dave Hakkens die weltweite Netzgemeinde. Nun kündigt Motorola mit dem Projekt „Ara“ genau dieses „Lego“-Smartphone an. Aus verschiedenen Modulen soll sich ein Smartphone zusammenbauen lassen. Komponenten wie Display, Kameramodul oder Prozessor sind dabei austausch- und kombinierbar.

Die Idee des modularen Smartphones fand im Netz Millionen Anhänger

Die Idee des modularen Smartphones fand im Netz Millionen Anhänger

Mit der Idee von Phonebloks wurde Dave Hakkens im Netz berühmt: Ein individuell, nach dem Lego-Prinzip, zusammensteckbares Smartphone, bei dem sich alle Komponenten kombinieren und vor allem austauschen lassen. Hakkens ärgerte sich über das Wettrüsten auf dem Smartphone-Markt und die Wegwerf-Mentalität der Nutzer. Mit Phonebloks sollten sich Prozessoren, Displays oder Kamera-Bauteile einfach austauschen lassen – wenn sie defekt sind oder technisch überholt. Rund eine Millionen Unterstützer fand er mit dem Projekt im Netz, jedoch keinen Hersteller.

Nun kündigt Motorola an, bereits seit mehr als einem  Jahr an solch einem modularen Smartphone zu arbeiten, das genau diese offene Architektur bietet. Das auf den Namen „Ara“ getaufte Projekt soll eine offene Hardware-Plattform für bieten und damit genau das für die Hardware erreichen, was Google mit Android auf Softwareseite geschaffen hat.

Motorola entwickelt im Projekt „Ara“ nun ein Smartphone-Baukasten aus Endoskelet und einzelnen Modulen

Motorola entwickelt im Projekt „Ara“ nun ein Smartphone-Baukasten aus Endoskelet und einzelnen Modulen

Ara besteht aus einer Grundplattform (Endoskelet, kurz „endo“) und unterschiedlichen Modulen. Module können spezielle Prozessoren, Display, Akkus, Keyboards oder andere neue Komponenten sein. Dabei kündigt Motorola nun auch an, mit Dave Hakkens und der um Phoneblok entstandenen Community zusammenarbeiten zu wollen.

Bereits für den Winter kündigt man den Alpha Release erster Module Developer’s Kits (MDKs) an und will in wenigen Monaten Entwickler einladen, eigene Module für Ara zu entwickeln. Nach dem Kauf Motorolas durch Google verfügt man übrigens auch über die entsprechenden Patente für die Umsetzung. Entwickelt und Patentiert wurde das modulare System einst vom israelischen Unternehmen Modo – 2011 hat Google die Rechte erworben.

Ein spannendes Projekt – wir bleiben dran.

Quelle: Motorola Blog / Phoneblok bei Thunderclap

 

 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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