3D-Drucker für Privatpersonen soll mit Metall produzieren

20. November 2013, 15:48 Uhr | Archiv

3D-Drucker in den verschiedensten Ausführungen und für verschiedenste Zwecke schießen aktuell wie Pilze aus dem Boden. Mit dem „Mini Metal Maker“ bricht einmal mehr ein Projekt aus dem bekannten Rahmen aus. Ziel dieses Projektes ist es, Privatpersonen die Produktion mit Metall zu ermöglichen.

Der "Mini Metal Maker" (links) soll zum Beispiel Zahnräder für Uhrwerke drucken können. Bild: Screenshot

Der „Mini Metal Maker“ (links) soll zum Beispiel Zahnräder für Uhrwerke drucken können. Bild: Screenshot

Metall als hochwertiger Werkstoff war bisher kommerziellen, kostenintensiven Geräte vorbehalten. Mittels selektivem Lasersintern wurde hier Metallpulver miteinander verschmolzen, so dass ein stabiler Verbund entstand. Der Mini Metal Maker hingegen setzt auf einen schichtweisen Aufbau, wie er bei den meisten Modellen mit geschmolzenem Material zum Einsatz kommt.

Statt Metall zu schmelzen wird beim Mini Metal Maker allerdings so genannter „Metallton“ eingesetzt. Hier ist das Metallpulver mit einem wasserlöslichen Bindemittel zu einer Paste vermischt. Durch eine Wärmebehandlung bei Temperaturen zwischen 600 und 900 Grad härtet die Paste aus und erzeugt eine entsprechend stabile Struktur, das Druckobjekt schrumpft dabei allerdings ein wenig.

Aktuell kann der Drucker Bronze, Kupfer, Stahl, Silber und Gold als entsprechende Paste verarbeiten. Damit könnte er im Bereich von Restaurationen oder auch für die Produktion von Schmuckstücken in Kleinstauflage von Interesse sein. Die aktuelle Druckbreite von 0,5 mm wollen die Entwickler weiter verbessern. Eher beschränkt ist auch der Druckraum. Maximal kann ein Würfel mit einer Kantenlänge von 6 cm gedruckt werden.

Noch bis Ende Dezember kann der Drucker über die Crowdfunding-Plattform „Indiegogo“ mitfinanziert werden. Das Finanzierungsziel von 10.000 US-Dollar wurde bereits erreicht.

Für fachfremde Personen ist der Drucker nur bedingt nützlich. Daran Schuld ist vor allem der zwingend benötigte Härteofen, ohne den die gedruckten Objekte keinerlei Stabilität aufweisen.

Quelle: golem.de

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Florian Meier

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