BKA will Gefahr durch Waffen aus dem 3D-Drucker überprüfen

21. November 2013, 9:25 Uhr | Archiv

Mit 3D-Druckern kann man vieles anstellen – Waffen herstellen zum Beispiel. Wie gefährlich Waffen aus dem 3D-Drucker sein können, das testen derzeit Techniker des Bundeskriminalamts. Eine Sprecherin des BKA erklärte gegenüber dem Magazin Technology Review, dass die Untersuchungen womöglich bis zum Jahresende laufen. Mehr Details über den Ablauf der Tests sowie die möglichen Konsequenzen, die daraus folgen, nannte man nicht.

Die "Liberator", die erste Waffe aus dem 3D-Drucker wird künftig im Londoner Albert und Victoria Museum ausgestellt. Bild: Screenshot

Die „Liberator“, die erste Waffe aus dem 3D-Drucker wird künftig im Londoner Albert und Victoria Museum ausgestellt. Bild: Screenshot

Vor allem die Terrorgefahr im Luftverkehr sei laut einer Anfrage der Fraktion der Linkspartei ein wichtiges Thema der Bundesregierung. So könnten bei entsprechenden Ergebnissen der Untersuchung etwa neue Regeln für Gepächkontrollen festgelegt werden. Das Bundeskriminalamt hat sich einen eigenen 3D-Drucker angeschafft, um die Waffen selbst herstellen zu können.

Doch welche Gefahren bestehen bei Waffen aus dem 3D-Drucker überhaupt? Die Kunststoffteile lassen sich leichter an Bord schmuggeln als Waffen aus Metall – denn die Metalldetektoren der Gepäckkontrollsysteme schlagen nicht an. Ein potentieller Angreifer könnte die Waffe anschließend an Bord zusammenbauen und damit eine Gefahr darstellen. Zusätzlich zur Gefahrenüberprüfung wollen die Sicherheitsbehörden herausfinden, ob und inwiefern sich die neue Waffentechnik für die eigenen polizeilichen Zwecke eignen.

Im Mai hat der texanische Waffennarr Cody Wilson sein aus 16 Teilen bestehendes Kunststoffmodell der Pistole Liberator vorgestellt und Videos von erfolgreichen Schusstests auf seiner Website veröffentlicht. Die ebenfalls veröffentlichten Baupläne musste Wilson bereits wenige Tage später auf Anordnung des US-Außenministeriums wieder aus dem Internet entfernen, doch auf Internet-Tauschbörsen sind diese noch immer zu finden.

(via)

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Marco Schürmann

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