Graphen als Superleiter von Zinn abgelöst

26. November 2013, 15:35 Uhr | Archiv

Lange Zeit galt Graphen als der beste elektrische Leiter und als Zukunft für Prozessoren und viele weitere Anwendungsgebiete. Auch wenn seine Eigenschaften nach wie vor überragend sind, ist er von der Spitze verdrängt worden. Zweidimensionales Zinn, so genanntes „Stanen“ leitet nochmals besser.

Zinnfolie, die nur ein einziges Atom dick ist, könnte Silizium im Prozessorbau ablösen. Foto: Yong Xu/Tsinghua University; Greg Stewart/SLAC

Zinnfolie, die nur ein einziges Atom dick ist, könnte Silizium im Prozessorbau ablösen.
Foto: Yong Xu/Tsinghua University; Greg Stewart/SLAC

Die Zinn-Schicht, die nur ein einziges Atom dick ist, leitet Strom nur entlang seiner Ränder, nicht im Inneren. Durch den Versatz der Zinn-Atome mit Fluor-Atomen kann dabei eine 100%ige Leitfähigkeit erreicht werden. Diese bleibt bis zu Temperaturen von 100 Grad Celsius auch stabil, was für den praktischen Einsatz von großer Bedeutung ist.

Die Forscher sehen in dem neuen Material großes Potenzial für die Konstruktion zukünftiger Prozessorgenerationen. Aufgrund der guten Leitfähigkeit des Materials sind deutlich schnellere und stromsparendere Prozessoren denkbar.

Aktuell warten die Forscher aus Stanford darauf, dass andere Forscher die gewonnenen Erkenntnisse bezüglich des Materials bestätigen. Weiterhin existiert das Problem, dass Stanen nicht in großer Menge produziert werden kann. Sollte dies einmal gelingen, könnte es Silizium in Prozessoren ersetzen.

Quelle: futurezone.at

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Florian Meier

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