Erstes Apple-Wearable womöglich doch keine iWatch

27. November 2013, 10:46 Uhr | Archiv

Gerüchte darüber, dass Apple sich in den Markt der Wearable Electronics wagen will, gibt es schon seit geraumer Zeit. Nachdem bisher vieles auf eine baldige Veröffentlichung der iWatch hingewiesen hat, soll aktuellen Berichten zufolge nun ein Hörgerät statt einer Smartwatch zuerst den Markt erreichen. Apple ließ sich weiterhin eine Lichtfeldkamera patentieren, bei der der Schärfepunkt im Nachhinein eingestellt werden kann.

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Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge könnte es sein, dass statt einer Uhr nun ein Hörgerät den Platz des erstem Wearables von Apple hervorbringt. Der Hersteller aus Cupertino kooperiert dafür mit GN Store Nord aus Dänemark. Die Website Cult of Mac hat die Chancen auf dem Markt untersucht und herausgefunden, dass dieser sehr lukrativ ist: Für Hörgeräte werden weltweit 15 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

Das Hörgerät mit dem Namen LiNX soll es Nutzern ermöglichen, Musik und Sprache vom iOS-Gerät zu streamen und nutzt dafür Nahbereichsfunktechnik im 2,4-GHz-Band. Neben den Streaming-Möglichkeiten soll das Gerät zusätzlich als normales Hörgerät funktionieren und damit die Eigenschaften eines Hörgeräts und eines Kopfhörers vereinen. Analyst Morgan Stanley nennt das Gerät den „ersten Versuch, ein Hörgerät in eine Art Lifestyle-Produkt zu verwandeln“. Im ersten Quartal 2014 soll LiNX bereits auf den Markt kommen und knapp 3.000 US-Dollar kosten.

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Neben den Plänen eines Hörgeräts hat man ein weiteres neues Patent von Apple entdeckt, dass eine Lichtfeldkamera beschreibt. Wie AppleInsider berichtet handelt es sich dabei ebenfalls um eine plenoptische Kamera, die man bereits vom Hersteller Lytro kennt. Lytro hat bislang als einziges Unternehmen eine Kamera dieses Typs für den Massenmarkt vorgestellt (siehe Bild rechts). Bei plenoptischen Kameras kann der Schärfepunkt nachträglich festgelegt werden. Im Patent erwähnt Apple Lytro als „Prior Art“, betont jedoch, dass sich das eigene System ausreichend davon unterscheiden soll – sonst wäre es ohnehin nicht patentfähig.

Das Patent 8,593,564 wurde bereits im Jahr 2011 eingereicht. Ob Apple jedoch plant, ein derartiges Gerät selbst zu entwickeln oder das Patent nur zum Schutz vor möglichen Konkurrenten nutzen will, ist unklar.

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Marco Schürmann

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