Nutzung von E-Government in Deutschland geht zurück

28. November 2013, 16:57 Uhr | Archiv

Heute stellten das Institute for Public Information Management der TU München und die Initiative D 21 die Ergebnisse des E-Government MONITOR 2013 vor. In der Studie wurden nun zum vierten Jahr in Folge die Nutzung und Akzeptanz elektronischer Bürgerdienste im internationalen Vergleich untersucht. Die Nutzung entsprechender Dienste ist in Deutschland zurückgegangen und die Angst vor Datendiebstahl steigt in allen Befragungsländern.

(© Pixel - Fotolia.com)

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Die Studie bietet seit 2011 jährlich eine umfassende Übersicht über die aktuelle Situation des E-Government in Deutschland, Österreich, Schweden, der Schweiz, Großbritannien und den USA. Dabei stehen Nutzerperspektive sowie konkrete Erfahrungen der Internetnutzer ab 18 Jahren im Vordergrund der Studie.

Gegenüber dem Vorjahr nutzen mit aktuell 36 Prozent knapp zehn Prozent weniger Deutsche E-Government-Dienste. Nur 17 Prozent der Befragten sind mit dem Online-Angebot ihrer Stadt „äußerst zufrieden“ – 15 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Die Ausnahme bildet dabei die elektronische Steuererklärung (ELSTER), die im Gegensatz zu den anderen Diensten ein Plus von zwei Prozent auf 35 Prozent erfahren hat.

Durch jüngste Geschehnisse und Meldungen rund um NSA und Co. stieg auch die Angst vor Datendiebstahl in allen Befragungsländern. In Deutschland befürchten 61 Prozent der Befragten den Diebstahl ihrer Daten, 57 Prozent mehr als noch im Jahr 2012. Offenbar wurde vielen erst durch die umfangreiche Berichterstattung in den Medien klar, dass es Gefahren für ihre Daten gibt. 67 Prozent der Deutschen befürchten mangelnde Sicherheit bei der Datenübertragung. Dementsprechend hoch sind auch die Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer an die E-Government-Dienste. Neben Zuverlässigkeit der Systeme sowie Schutz und Sicherheit ihrer Daten fordert man auch eine einfache Bedienung der Online-Plattformen sowie ein umfangreiches Informationsangebot.

Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe erklärte anlässlich der Vorstellung der Studie: „Um das Vertrauen der Nutzer in staatlich angebotene Online-Dienste zu erhalten und gegebenenfalls verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen, müssen wir die Maßnahmen zu Cyber-Sicherheit und Datenschutz im E-Government erheblich stärken. Darüber hinaus werden sich die E-Government-Angebote zunehmend auf die neuen Erwartungen der Nutzer einstellen müssen. Vor dem Hintergrund der gänzlich anderen Finanzierungssituation gegenüber den privaten Angeboten müssen wir erörtern, wie wir mit diesen Nutzererwartungen umgehen.“

Mehr Informationen zum E-Government MONITOR gibt es auf der offiziellen Seite.

(via)

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Marco Schürmann

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