Amazon startklar für Prime-Lieferung per Drohne

2. Dezember 2013, 9:40 Uhr | Archiv

Klingt wie Zukunftsmusik, ist aber gar nicht so weit entfernt: Post-Zustellungen per unbemannter Drohnen. Amazon zeigt nun in einem Video, dass die Direktlieferung mit „Prime Air“ schon in der Testphase steckt. Man wartet nur noch auf die Zulassung der Amerikanischen Flugbehörde FAA. Ob wirklich Realität oder Marketing-Gag – darüber diskutiert gerade die Internet-Gemeinschaft.

Marketing-Gag oder Zukunftsvision: Lieferung per Flugdrohne

Marketing-Gag oder Zukunftsvision: Lieferung per Flugdrohne

Prime-Lieferung, Same-Day-Delivery – Amazon verfügt über einen Logistikapparat, der kürzeste Zustellung möglich macht und Standards für Belieferung der Kunden setzt (leider nur da). Dass dies dem weltgrößten Online-Versandhaus nicht genügt, zeigt nun ein Video und eine eigene Seite auf deren amerikanischer Homepage zum Einsatz von Flugdrohnen als Zustell-Variante.

Dort zeigt man in einem Video, wie man sich künftig mit noch schnellerer Lieferung von der Konkurrenz abheben will – im wahrsten Sinne des Wortes. Per unbemannter Drohnen, mit sogenannten Multicoptern (ferngesteuerte Fluggeräte mit mehreren Rotoren), will man per Direktflug Sendungen vom Logistikzentrum vor die Haustür liefern. Technisch ist dies tatsächlich kein so großes Problem mehr. Selbst Flugdrohnen für den Hausgebrauch lassen sich mittlerweile nicht nur per Fernsteuerung bedienen, sondern finden auch per GPS zu vordefinierten Geokoordinaten. Im Internet erfreuen sich (Fake-)Projekte wie der „DönerCopter“ ernomer Beliebtheit, jedoch ist es stark zu bezweifeln, dass hierzulande in dicht besiedeltem Raum solche Fluglizenzen jemals erteilt werden.

Technisch kein Problem, aber wie sieht es mit der Flugsicherheit aus?

Technisch kein Problem, aber wie sieht es mit der Flugsicherheit aus?

Amazon spricht davon, dass die Amerikanische Flugbehörde (FAA – Federal Aviation Administration) derzeit aktiv an Regelwerken für solche Dienste arbeitet und man selbst gut vorbereit sei, wenn eine Freigabe solcher Flugdienste erfolgt. In den FAQ  glaubt man an einen Start im Jahr 2015.

Skepsis ist jedoch in jedem Fall angebracht und vielleicht ist dies auch nur ein kleiner Marketing-Gag des Online-Versenders. Vor allem Aspekte die Flugsicherheit, besonders bei Landevorgängen bleiben fraglich – wer möchte schon solch ein Gerät in der Nähe wissen, wenn die Kinder im Garten spielen? Auf der anderen Seite dürften solch fliegende Geräte besonders bei nervösen Amerikanern mit leichtem Hang zu Schnellfeuerwaffen beliebte Ziele sein – ganz zu schweigen davon was passiert, wenn Präsident Obama sich sein nächstes Smartphone per Prime Air ins Weiße Haus bestellt.

Ein Blick aufs Video ist die Idee trotzdem wert:

 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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