Medizinische Materialien aus dem 3D-Drucker

4. Dezember 2013, 14:23 Uhr | Archiv

Über den möglichen Einsatz des 3D-Drucks im medizinischen Bereich berichteten wir bereits früher. Eine amerikanische NGO versucht diese Technologie bereits jetzt zu nutzen, um in Krisengebieten und Entwicklungsländern dringend benötigte medizinische Versorgungsmaterialien zu produzieren.

3D-Drucker zur Produktion von medizinischen Versorgungsmaterialien? Gute Idee, aber die Technik ist noch zu langsam. © Black Spring - Fotolia.com

3D-Drucker zur Produktion von medizinischen Versorgungsmaterialien? Gute Idee, aber die Technik ist noch zu langsam. © Black Spring – Fotolia.com

Beispielhaft untersucht „iLab Haiti“ aktuell die Produktion von Nabelschnurklemmen aus dem 3D-Drucker. Die aus ABS gefertigten Teile werden mithilfe eines MakerBot Replicators hergestellt und befinden sich momentan in der Testphase. Die Produktion weiterer in Krisengebieten, wie zum Beispiel Haiti, dringend benötigter Teile wird geprüft.

Nachteil der Produktion medizinischer Verbrauchsmaterialien sind neben den hohen Anschaffungskosten des Druckers, im Falle des Replicators knapp 1800 Dollar, auch die noch hohen laufenden Kosten des Geräts und die vergleichsweise langsame Produktion der Materialien. Dem gegenüber stehen weniger als 1 Euro Kosten für eine industriell produzierte Klemme.

Interessant könnten 3D-Drucker als Insellösung sein, wenn die Infrastruktur derart schlecht ist, dass eine Lieferung benötigter Teile nicht schnell genug erfolgen kann und die Drucker entsprechend schnell fertigen können. Aktuell ist dies wie bereits noch nicht möglich und die Versuche können damit vor allem als Technologie-Demo angesehen werden.

Quelle: 3druck.com

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Florian Meier

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