KBA richtet sich neu aus

17. Dezember 2013, 12:39 Uhr | Archiv

Die Koenig & Bauer AG beginnt in Kürze mit einer Umstrukturierung des Unternehmens. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat ein Programm zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens vor und stellte eine Reihe von Maßnahmen zur längerfristigen Stabilisierung des Unternehmens vor. Der Aufsichtsrat hat dem Programm nach Beratungen zugestimmt, so dass mit der Umsetzung begonnen werden kann.

KBA strukturiert sich neu, 1.100 bis 1.500 Arbeitsplätze sind davon betroffen.

KBA strukturiert sich neu, 1.100 bis 1.500 Arbeitsplätze sind davon betroffen.

Grund für die Umstrukturierung ist der Strukturwandel der Druck- und Medienindustrie und die damit einhergehende Zurückhaltung vieler Unternehmen beim Kauf von Druckmaschinen. Dies führt bei vielen Druckmaschinenherstellern zu Überkapazitäten, die das Geschäft enorm belasten.

Unter dem Namen „fit@all“ soll eine Reihe von Maßnahmen nun dazu beitragen, dass KBA trotz der schwierigen Lage auch in Zukunft seine Marktposition beibehält. Um dies zu erreichen, wird das Unternehmen einen „schnellen und radikalen Wandel“ vollziehen, wie es vom KBA-Vorstandsvorsitzenden Claus Bolza-Schünemann heißt. Als „dezentral organisiert[er] und hochflexibl[er] Druckmaschinenkonzern“ sieht er für die Zukunft des Unternehmens, auch hinsichtlich des Wachstums, die besten Chancen.

Der verabschiedete Plan sieht vor, dass die einzelnen Bereiche des Unternehmens in einzelne Geschäftseinheiten aufgeteilt werden, um eine klarere Ergebnisverantwortung zu erreichen. Ziel sind dabei einzelne Einheiten für Bogenmaschinen, Rollenmaschinen, Spezialmaschinen und Fertigung.

Diese Neuausrichtung führt zu erheblichen strukturellen Veränderungen und damit auch zu Entlassungen, sowohl in Produktion als auch in der Verwaltung. Weiterhin ist die Aufgabe oder der Verkauf einzelner Standorte der Fertigung nicht ausgeschlossen, um die Kosten des Unternehmens zu reduzieren. Betroffen sind von diesen Maßnahmen rund 1.100 bis 1.500 Mitarbeiter. Dies seien „schmerzliche Einschnitte“, die für die „Zukunftssicherung [des] Unternehmens zwingend erforderlich“ seien, so der Vorstandsvorsitzende.

Die geplanten Maßnahmen gehen noch 2013 mit einem zweistelligen Millionenbetrag in die Bilanz des Unternehmens ein, für 2015 oder 2016 wird eine Stabilisierung des Unternehmens erwartet.

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Florian Meier

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