Jeder Fünfte will einen 3D-Drucker nutzen

8. Januar 2014, 10:36 Uhr | Archiv

Egal ob die Produktion individueller oder die Replikation kaputter Gegenstände – der 3D-Druck eignet sich in vielen Bereichen auch für den Haushalt. Durch die breitere Auswahl an entsprechenden 3D-Druckern sowie die tieferen Preise steigt auch das Interesse der Deutschen an den Geräten. Laut einer Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom, kann sich inzwischen jeder fünfte Bundesbürger (20 Prozent) vorstellen, einen 3D-Drucker zu nutzen, um an dem PC entworfene Modelle mit einem derartigen Gerät auszudrucken.

Forschern ist es gelungen Bestandteile der Netzhaut mittels 3D-Druck zu produzieren. (© Black Spring - Fotolia.com)

(© Black Spring – Fotolia.com)

Bei den Befragten in der Altersgruppe zwischen 14 und 49 Jahren ist das Interesse an einem 3D-Drucker mit 25 Prozent sogar noch größer. „3D-Drucker haben das Potenzial, dass wir ganz auf unsere individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Produkte schnell selbst herstellen können. Das kann unsere Wirtschaft nachhaltig verändern“, erklärt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. „Viele Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucks für Zuhause stecken noch in den Kinderschuhen. Wie schnell Entwicklungen im Hightech-Bereich gehen können, zeigt der Boom bei Tablet Computern, den vor einigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hat.“

Einfache 3D-Drucker werden auch für den Privathaushalt immer erschwinglicher. Auf der weltweiten Leitmesse für Consumer Electronics, der International CES in Las Vegas, stellten zahlreiche Hersteller ihre neuen Modelle vor – darunter auch Einsteiger-Geräte, die unter 500 Euro kosten sollen. Am häufigsten setzt man dabei auf eine Technik, bei der das Material schichtweise aufgebaut wird. Dabei wird flüssiger Kunststoff Schicht für Schicht über eine Spritzdüse auf einer Grundfläche aufgebracht. Je nach Qualität der Drucker kann die Produktion von mehreren Minuten bis zu einigen Stunden dauern. Wer sich die Anschaffung eines eigenen Geräts nicht leisten kann oder will, der findet, inzwischen auch in Deutschland, die Möglichkeit, die Objekte in einem Copyshop oder speziellem 3D-Druck-Laden ausdrucken zu lassen.

Die dreidimensionalen Modelle für den Druck können die Anwender selbst erstellen – wahlweise mit 3D-Scannern oder mit Hilfe teilweise kostenlos erhältlicher Software. Im Internet gibt es jedoch auch diverse Plattformen, auf denen Nutzer ihre Kreationen zum Download anbieten. Die Vorlagen können dann entweder unverändert gedruckt, oder nachträglich noch am PC an die eigenen Vorstellungen angepasst werden.

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Marco Schürmann

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