Facebook mit neuer Targeting-Funktion

29. Januar 2014, 11:42 Uhr | Archiv

Im letzten Jahr kündigte Facebook mit „Custom Audiences“ ein neues Targeting-Feature für Marketer an. Konnten dies damals nur ausgewählte Kunden im geschlossenen Test nutzen, macht Facebook die Funktion nun allen Werbekunden zugänglich. Dadurch wird ihnen erlaubt, Werbebotschaften spezifisch an Nutzer auszuliefern, die die mobile Anwendung der Werbekunden nutzen oder deren Website besuchen. Welche Möglichkeiten sich damit ergeben und inwiefern die Privatsphäre der Nutzer dabei berücksichtigt wird, erfahren Sie hier.

(Bild: Facebook)

(Bild: Facebook)

Bereits im Oktober 2013 kündigte Facebook das neue Feature an und testete es im kleinen Kreis ausgewählter Werbekunden. Über den Power Editor, Ads Manager und die API sind die Custom Audiences erreichbar – sie bieten alle von Facebook bereits bekannten Werbeformate, Platzierungen und Targeting-Möglichkeiten, erklärt Facebook in seinem eigenen Facebook-for-Business-Blog. Nutzen Anwender die mobilen Apps oder besuchen die Website eines Werbekunden, so können sie anhand einer AppID identifiziert und mit spezifischen Werbebotschaften erreicht werden.

So funktioniert das neue Feature: Über den Einbau des sogenannten „Facebook Remarketing Pixels“ auf der Website oder in der mobilen Anwendung werden die Nutzer registriert. Anschließend können Marketer die Zielgruppen genau definieren wie beispielsweise alle Nutzer, die auf einer Reiseseite nach einem Flug gesucht haben, jedoch keinen gebucht haben – hier haben die Werbekunden etwa die Möglichkeit, mit Gutscheinen nachzuhelfen oder nachzuhaken, warum kein Flug gebucht wurde.

Zusätzlich zu den Remarketing Pixels kündigt Facebook im Blog-Eintrag die Einführung der „Call-to-Action“-Buttons in den eigenen Werbeanzeigen an. Werbetreibende können ihre auf Facebook platzierte Werbung mit Buttons wie „Shop now“, „Learn more“, „Sign up“, „Book Now“, oder „Download“ zum Handeln auffordern. In Werbung für Facebook-Apps war dies bereits seit vergangenem Oktober möglich.

Großes Thema ist bei solchen Ankündigungen stets die Privatsphäre. Während Werbetreibende ihre bekannten Kunden bereits über E-Mail oder Telefonnummer erreichen können, fehlte ihnen jedoch bisher die Möglichkeit, die Kunden weiter zu spezifizieren. Durch die Custom Audiences können etwa Kunden angezielt werden, die bestimmte Aktionen auf der Website oder innerhalb der App ausführen. Dabei sollen laut Facebook zumindest über mobile Geräte keine persönlichen Informationen wie z.B. Demographie, Facebook-ID, etc. an den Werbetreibenden weitergegeben werden. Die Nutzer werden lediglich anhand einer „App User ID“ identifiziert – wenn der Nutzer jedoch nicht eingeloggt ist oder die Facebook-App nicht installiert hat, erhält er auch keine App User ID. Diese ID wird bei jedem Aufruf neu generiert und kann somit nicht zwischen verschiedenen Anwendungen zur Identifikation genutzt werden. Weiterhin erklärt man im Facebook-for-Business-Blog: „Wir haben Custom Audiences so gebaut, dass die Nutzer selbst Kontrolle darüber haben, welche Anzeigen sie sehen.“

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Marco Schürmann

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