E-Books: Adobe verschiebt Wechsel zu neuem DRM-System

5. Februar 2014, 12:39 Uhr | Archiv

Adobe wollte sein E-Book-Kopierschutz innerhalb weniger Monate aktualisieren. Mit den Änderungen des DRMs hätten ältere E-Reader zukünftig keine neuen digitalen Bücher mehr kaufen können. Kaum verwunderlich also, dass die Kritik dementsprechend groß war – Adobe hat deshalb reagiert und lässt die Anbieter selbst entscheiden, wann sie auf Version 5 des DRM-Systems Adobe Content Server umsteigen wollen.

(© Eisenhans - Fotolia.com)

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Adobe kündigte ursprünglich an, den Support für sein DRM-System Adobe Content Server 4 im Juli einzustellen. Einem Blogeintrag bei Datalogics zufolge will man von diesen Plänen nun abgewichen sein – stattdessen sollen E-Book-Anbieter selbst entscheiden können, wann sie auf die neue Version 5 wechseln wollen. Datalogics ist ein Softwareunternehmen, das eng mit Adobe zusammenarbeitet. Wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen erst von Adobes Zeitplan berichtet, demzufolge innerhalb weniger Monate zum neuen Kopierschutz gewechselt werden sollte. Mit dem Wechsel hätten Besitzer älterer E-Reader zukünftig keine neuen E-Books mehr kaufen können.

Außer Amazon setzen nahezu alle Anbieter kommerzieller E-Books auf Adobes Kopierschutz. Die Vorgängerversion galt bereits seit langer Zeit als geknackt – Adobe versprach deshalb ein effektiveres Verfahren, das im Nachhinein noch angepasst werden könne. Das Problem: Die beiden DRM-Versionen sind nicht zueinander kompatibel, deshalb sei der Wechsel auf die neue Version problematisch, besonders für Besitzer älterer Geräte. Ein schneller Wechsel innerhalb weniger Monate hätte die Probleme nur noch weiter verstärkt.

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