Mobil Treuepunkte sammeln mit iBeacons: Startup Shopnow legt in Hamburg und Berlin los

6. Februar 2014, 8:25 Uhr | Archiv

iBeacons, Apples BLE-Technik, findet nun in Shops und Standorten von Deichmann, Hallhuber, Cineplex und anderen ihren Einsatz zusammen mit der Smartphone-App Shopnow vom gleichnamigen Startup, der mit Venture-Kapital von Axel Springer Idea Ventures ausgestattet ist. Zweck der App: Prämiensterne automatisch schon beim Betreten des iBeacons-Standorts sammeln.

Das Bonusprogramm funktioniert mit kleinen Sendern, den so genannten iBeacons, und Bluetooth Low Energy (BLE). BLE-Beacons erkennen andere BLE-Beacons wie eben Smartphones mit der Shopnow-App über größere Distanzen als die NFC-Technik, weshalb iBeacons und anderen auf BLE basierenden Umsetzungen größeres Potential als NFC zugesagt wird. Erst vor kurzem hatte auch die Firma Yoints ein ähnliches Vorhaben im deutschen stationären Handel bekanntgegeben (wir berichteten).

Screenbereich der Shopnow-App für das Betreten eines POS

Screenbereich der Shopnow-App für das Betreten eines POS (hier manueller Walk-in)

Die Shoppingprämien-App Shopnow ist für mobile Geräte mit iOS und Android im Apple App Store und bei Google Play verfügbar und setzt Geräte mit Bluetooth 4 voraus. Die App verlangt zudem ein eingeschaltetes Mikro am Smartphone, um auch eine alternative akkustische Ortung vornehmen zu können – diese Auto-Erkennung dürfte für Smartphones gedacht sein, die wie die meisten Android-Smartphones BLE noch nicht unterstützen. Schon beim Betreten eines mit iBeacons vernetzten Standorts (Walk-in) können Prämiensterne gesammelt werden, aber auch beim Scannen von Barcodes. Eine App-integrierte Landkarte zeigt die Standorte der teilnehmenden Unternehmen an.

Bislang ist die Teilnahme von Deichmann, Hallhuber, Cineplex, Hagebau, Langnese und Witty Knitters bekannt. In der vom Anbieter „soft launch“ genannten, jetzt laufenden Startphase sind etwa 200 Filialen in Berlin und Hamburg beteiligt. Die nationale Ausweitung soll bis Sommer 2014 erfolgt sein. Axel Springer Idea Ventures will die App auch im Bahnhofsbuchhandel darauf testen, „ob sich mit Shopnow digitale Produkte und erfolgreiche Printprodukte noch besser verzahnen lassen“, äußerte ASIV-Leiter Michael Pautian gegenüber Werben & Verkaufen.

Augenscheinlich hat man sich gegen Datenschutzbedenken abgesichert, weshalb die App auch einen „manuellen Walk-in“ unterstützt. Dabei muss der Konsument am POS doch aktiv werden und in der App einen Laden-Betreten-Button berühren. Die Handelsgruppe Budnikowsky, die für einen Einsatz der iBeacons-App von Yoints im Gespräch war, äußerte gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Der Handel solche Bedenken gegenüber der automatischen Kundenerfassung durch BLE-Sender. Bei Budnikowsky können Kunden zur Zeit beim Betreten des POS an der Ladentür einen QR-Code scannen.

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