Skyforge: Öffentlicher 3D-Druckautomat

6. Februar 2014, 10:32 Uhr | Archiv

Um Objekte in 3D drucken zu können, benötigt man entweder ein eigenes Gerät oder kann auf externe 3D-Druck-Dienstleister zurückgreifen. Zukünftig soll es eine weitere Alternative geben – den Skyforge, einen Automaten, der auf Wunsch Objekte herstellt. Verantwortlich für die Entwicklung des 3D-Druckers ist das Unternehmen Element Robot aus Moscow im US-Bundesstaat Idaho.

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Das Prinzip unterscheidet sich beim Skyforge von etwa Kaugummi- oder Getränke-Automaten: Der Kunde muss die entsprechende 3D-Datei bereits im Vorfeld hochgeladen und bestellt haben. Dabei kann er den gewünschten 3D-Drucker selbst auswählen. Die Kosten für den Druck betragen 75 US-Cent pro Kubikzentimeter – der Mindestbestellwert beträgt zwei US-Dollar. Bezahlt wird dabei mit Kreditkarte.

Einen ersten Prototypen hat Element Robot in einem Institutsgebäude der Universität von Idaho aufgestellt. Darin arbeitet ein eigens entwickelter Tritium 3D-Drucker – ein sogenannter Rostock 3D-Drucker, der sich in der Funktionsweise von den meisten anderen 3D-Druckern darin unterscheidet, dass der Druckkopf nicht auf einem Schienensystem bewegt wird, sondern an drei Armen befestigt ist, die getrieben von einem Motor schwingen. Als Druckmaterial wird der übliche Kunststoff PLA (Polylactic Acid) eingesetzt. Der maximalen Maße der Druckerzeugnisse betragen 35 Zentimeter im Durchmesser und 20 Zentimeter in der Höhe. Der eingesetzte Tritium-Drucker des Unternehmens kann auch einzeln für 3.000 US-Dollar gekauft werden.

Innerhalb der nächsten Monate will Element Robot beobachten, wie das Gerät im Universitätsgebäude genutzt wird und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse ein Geschäftsmodell für Skyforge entwickeln, erklärte John Feusi von Element Robot der lokalen Tageszeitung Moscow-Pullman Daily News.

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