Augmented Reality für Print: Aktuelle Entwicklungen

27. Februar 2014, 9:15 Uhr | Archiv

Augmented Reality (AR) als Erweiterung für Druckerzeugnisse beziehungsweise Interactive Print wird einfacher zu erzeugen. Blippar hält die Anwendung nun für einfach genug beherrschbar, um einen Self-Service für Markeninhaber und Agenturen zu starten, und Layar bringt Version 2 von Layar Creator im neuen Look und mit neuen Funktionen auf den Markt.

Die Basis beider Anwendungen ist die Bilderkennung bei gedruckten grafischen oder fotografischen Vorlagen wie etwa in Anzeigen und Verpackungen oder auch bei bestimmten Gegenständen, ohne dass spezielle Muster verwendet werden müssen. Über mobile Geräte wie Smartphones einmal erkannt, können gedruckte Vorlagen um interaktive Angebote wie 3D-Animationen, Online-Spiele, Umfragen, Social-Media-Integration u.v.m ergänzt werden.

Blippar stellt nun seinen bisher nur für bestimmte Kunden zugänglichen Service zum Erzeugen solcher AR-Angebote öffentlich und startet die Self-Service-Plattform Blippbuilder. Anwender des Service können hierbei ihre Print-Designs hochladen und am Design die Regionen für Interaktivität auszeichnen (siehe hierzu das obige Anwendungsvideo). Anschließend  gestalten sie Art und Inhalte der AR-Aktionen. Die Blippbuilder-Anwendung berücksichtigt dabei auch den Abstand, den das Smartphone zum AR-erweiterten Druckobjekt hat, um beispielsweise die Online-Inhalte auf dem Display in einem Echtzeit-3D-Kontext zum Druckobjekt zu halten. Das User Engagement wird ebenfalls erfasst und dem Self-Service-Kunden in einer Analyse bereitgestellt.

Layar aus den Niederlande, einer der großen Anbieter im Bereich AR mit Print-Erzeugnissen mit nach eigenen Angaben bereits über 80 ooo Publishing-Anwendern, bringt Version 2.0 seiner Layar Creator heraus. Die browserbasierte Anwendung hat ein neues Design sowie verbesserte und neue Funktionen zum Selbsterzeugen von AR-Kampagnen. Je nach Preismodell werden dabei verschiedene interaktive Ergänzungen für die Print-Vorlagen zugänglich. Die Self-Service-Anwendungen von Blippar und Layar benötigen jeweils eine eigene mobile App auf dem Smartphone der Endnutzer.

Wer als Publisher AR-Anwendungen als In-App-Lösung für eigene Apps sucht, könnte bei den jetzt verfügbaren Lösungen von mobinett interactive fündig werden. Die Firma bietet dafür seit einigen Wochen das Cloud-basierte SDK MIAR für die in-App-Integration an, außerdem die einfachere Anwendung Surbee für Anwender-Feedback und Umfragen. Surbee ist als Stand-alone und als SDK verfügbar. In Kürze soll auch ein MIAR-SDK für Google Glass erscheinen.

Über den Autor

beyond-print.de

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv