Adobe: Öffentlicher Test von Creative Cloud App via neutraler Website

7. März 2014, 11:16 Uhr | Archiv

Neue Wege beim Prerelease-Test von neuen Programmen geht offensichtlich Adobe. Über eine neutrale Website ohne Adobe-Logo können sich interessierte Anwender mit iOS-Mobilgeräten für den Test einer App zur einfachen Videobearbeitung registrieren. Wie Winston Hendrickson, Vice President Products Creative Solutions bei Adobe, in einem Blogbeitrag ankündigte, sollen so etliche weitere Anwendertests erfolgen. In einem zweiten Projekt können sich auch Besitzer von Android- und Windows-Mobilgeräten bewerben.

Bild: Adobe/getginger.co

Bild: Adobe/getginger.co

Die App unter dem Projektnamen Ginger soll einfaches Storytelling in Videobotschaften für Nicht-Professionelle ermöglichen, wobei der Fokus auf einer schnellen Erstellung auf Mobilgeräten liegt. Die App stellt zum Aufnehmen und Abspielen Touch-Buttons bereit und bietet dem Anwender einen Pool von fertigen Soundtracks, Grafiken, Animationen und Schriften an – dies offensichtlich über eine Cloud-Lösung. Ebenso können die Videos in der Cloud gespeichert werden, außerdem lassen sie sich über soziale Kanäle direkt aus der App teilen.

Die markennamenfreie Website getginger.co ist nicht der einzige Weg, sich für einen Videoapp-Test zu registrieren. Im Blogbeitrag von Hendrickson ist auch ein Registrierungsformular-Link für ein „Project Hammersmith“ aufgeführt. Während bei getginger.co eine einfache Email-Registrierung ausreicht, sind bei Hammersmith mehrere Auskünfte über sich und das benutzte Mobilgerät nötig. Möglicherweise führt Adobe hier einen A/B-Test derselben App durch. Während bei getginger.co nur iPad-Benutzer angesprochen werden, können sich bei Hammersmith auch Anwender von Android- und Windows-Tablets/Smartphones registrieren.

Adobe verfolgt damit weiter seinen Kurs, die Creative Cloud auch im Bereich der nicht professionellen Anwender zu verbreiten. Bei den professionellen Programmen wird es aber weiterhin bei einer Hybrid-Lösung bleiben: Anwendungen wie Photoshop oder Indesign müssen auch in Zukunft lokal installiert werden. Adobes CEO Shantanu Narayen bestätigte dies erst kürzlich auf einer Investorenkonferenz.

Über den Autor

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv