Smartphones beliebt bei E-Book-Nutzern

12. März 2014, 12:31 Uhr | Archiv

Das Meinungsforschungsinstitut Aris hat im Auftrag des Bitkom und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels knapp 2.300 Deutsche über 14 Jahren zum Thema E-Book-Nutzung befragt. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage: Jeder siebte Bundesbürger liest die digitalen Bücher täglich auf dem Smartphone – unter den E-Book-Nutzern selbst sind dies ca. 60 Prozent. Damit entwickelt sich das Smartphone zum beliebtesten Lesegerät der Deutschen.

(© Eisenhans - Fotolia.com)

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Bei den jüngeren Befragten (14 bis 29 Jahre) ist das Smartphone als Lesegerät mit einem Anteil von 21 Prozent besonders beliebt – bei den 30- bis 49-Jährigen liegt der Anteil bei lediglich 12 Prozent. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während bei den männlichen E-Book-Nutzern nur 9 Prozent auf das Smartphone zurückgreifen, sind es bei den Frauen mit 16 Prozent fast doppelt so viele. „Smartphones entwickeln sich mit ihren großen und hochauflösenden Bildschirmen zum Lieblingslesegerät der Deutschen“, erklärt Achim Berg, Vizepräsident des Bitkom. „Der große Vorteil von Smartphones: Sie sind immer mit dabei. Jederzeit können dank schneller mobiler Internetverbindungen in wenigen Sekunden neue Bücher direkt auf das Gerät geladen werden.“

Doch nicht nur das Smartphone oder der typische E-Reader werden zum Lesen genutzt – auch Laptops und Tablet-Computer sind beliebt. Zu letzteren greifen knapp 29 Prozent der Leser digitaler Bücher. Klassische Laptops (57 Prozent) und Desktop Computer (34 Prozent) werden ebenfalls oft verwendet. „Viele E-Book-Plattformen synchronisieren den aktuellen Lesestand über verschiedene Lesegeräte. Das verändert auch das Leseverhalten. Bei kurzen Wartezeiten wird heute das Smartphone gezückt und an der Stelle weitergelesen, an der man am Abend zuvor auf einem anderen Gerät aufgehört hat“, meint Steffen Meier, Sprecher des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Wer Erfolg in der digitalen Bücherwelt haben möchte, muss sich an die neuen Medien anpassen: „Das Beispiel Reiseführer zeigt: Wenn E-Books die Vorteile der Lesegeräte nutzen und keine reinen Print-Digitalisate sind, findet sich auch ein Markt. Zudem können hier auch kürzere Reportagen, Fan-Fiction etc. ohne großes finanzielles Risiko ihr Publikum finden.“, so Meier.

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