Unsortierte Links zum Wochenende: Web-to-design-to-print, HTML5 auf Speed, NFC für Apple noch nicht erledigt

11. April 2014, 15:24 Uhr | Hot/Flop, Neues, Technik

Die unsortierten und vielleicht auch interessanten, unterhaltsamen, nützlichen Links zum Wochenende sind „random“ und rund um das Thema Print und Online. Heute: Bayrische Design-Burschen wollen online umsonst kreativ sein (zahlt es die Druckerei?), wer will Flint kaufen, HTML5 auf Speed mit neuem Javascript-Framework, 3D-Druck sinnvoll im Lebensmittel-Einsatz, Thema NFC für Apple noch nicht beerdigt.

Design-Burschen mit Online-Geschäftsidee: Layoutfabrik.de

Design-Burschen mit Online-Geschäftsidee: Layoutfabrik.de

Web-to-designer-to-print: Bayrische Jungs platzieren sich mitten in den Web-to-print-Prozess und nehmen den Onlinedruckkunden das lästige Designen ab. Die Idee des Startups: Der ganze Web-to-print-Prozess wird über ihren Onlineauftritt layoutfabrik.de abgewickelt, der Kunde muss dabei nur seine Dateien (Texte, Logos, Bilder, Grafiken) hochladen und sein gewünschtes Produkt aussuchen. Dann wird ihnen ein Designer zugeteilt, ein Briefing per Telefon oder Chat erfolgt und binnen 24 Stunden soll der Druckauftrag stehen. Dem Ganzen geben die Macher des Startups ein bayrisches Kolorit, inklusive geschriebenem Idiom (mia san umsonst kreativ). Für umsonst sind die bayrischen Jungs, laut Website an die 30 Burschen (hobts iah koane Madls?) wohl nicht dabei – es wird einen entsprechenden Endpreis geben, gelindert durch die mit einer der „modernsten Druckerein Deutschlands“ ausgehandelten Konditionen. Das Lokalkolorit hat vielleicht den Ausschlag gegeben, denn der Startup darf sich einer Förderung des für Medien zuständigen Bayrischen Staatsministeriums erfreuen.

HTML5 auf Speed: Manche hatten in der App-Entwicklung HTML5 schon wieder in die Schublade gelegt – zu langsam, zu stotternd. Seit dieser Woche gibt es aber eine Beta des Javascript-Frameworks von famo.us, das HTML5-Apps ermöglicht, die fast so flüssig (= schnell) sind wie native Apps. Das würde ich auch mal gerne sehen, die Demos machen jedenfalls schon einmal einen guten Eindruck. Famo.us soll Open Source bleiben, eine Monetarisierung soll über zusätzliche Cloud-Services für Entwickler erfolgen. Ich bin auch gespannt, ob Famo.us es schafft in die Phalanx der Xcoder für Apples iOS einzubrechen, denn erfolgreiche mobile Technologien müssen nach wie vor auch auf dieser Plattform bestehen.

Kommt gerade aus meinem News-Ticker: Der Druckfarbenhersteller Flint steht zum Verkauf. Der Eigner CVC Capital Partners will das Unternehmen nun nach gescheitertem Börsengang und einem ersten geplatzten Verkaufsversuch erneut loswerden. Flint hat sich in letzter Zeit bei UV-Offsetfarben gut ins Zeug gelegt, würde meiner Meinung aber heute besser dastehen, wenn es nicht so einen Schlingerkurs bei Inkjet-Farben hingelegt und diesen Markt 2006 verlassen hätte.

Ob ich da einen meiner US-Kontakte drauf ansetzen sollte? Google will seine Datenbrille für einen Tag an jedermann frei verkaufen – wenn er denn ein US-Bürger ist. Der Deal steht am 15. April (ab 9am EDT) für 24 Stunden unter google.com/glass und kostet laut The Verge 1500 US-Dollar.

 

Essbar, soft: Food aus dem 3D-Drucker für Menschen mit Schluckbeschwerden (Bild: Katharina Jäger, performance-fp7.eu)

Essbar, soft: Food aus dem 3D-Drucker für Menschen mit Schluckbeschwerden (Bild: Katharina Jäger, performance-fp7.eu)

Mal was sinnvolles beim 3D-Druck: Das Unternehmen Biozoon aus Bremerhaven will mit Einsatz eines 3D-Druckers Lösungen für ältere Menschen mit Schluckbeschwerden schaffen. Mittels einer Technik, die ähnlich bereits auch im 2D-Inkjetdruck existiert, will man im Rahmen des EU-Projekts Performance an Lösungen forschen, diesen Personenkreis – jeder zweite über 75 Jahren soll dazu zählen – personalisiert eine bessere Alternative zu den heute üblichen Breien anzubieten. Wenn ich mir so das Foto dazu betrachte, bin ich voll überzeugt. Übrigens wurde Biozoon mit Produkten für die Molekularküche groß. Nicht so sehr meines – aber den Link habe ich mir mal gespeichert.

 

3D-Drucker für 300 Dollar (Bild: M3D LLC)

3D-Drucker für 300 Dollar (Bild: M3D LLC)

Viel populärer kommt momentan auf Kickstarter dieser 3D-Drucker an. Für den Micro sind nur 300 US-Dollar fällig und das Ding, das mit normalem PLA- oder ABS-Filament arbeitet, soll auch noch einfach bedienbar sein. Während ich diese Zeilen schreibe, sind nach nur drei Tagen auf der Crowd-Sourcing-Plattform bereits 2 254 201 US-Dollar für das Projekt eingegangen. Spätestens April 2015 könnte ich damit beispielsweise einen Zahnputzbecher drucken.

NFC scheint für Apple doch nicht so ganz erledigt zu sein. Kurz vor dem Start seiner Wearables ist nun ein Patentantrag von Apple bekannt geworden, der den Einsatz von NFC in einer Lösung für mobiles Bezahlen (mobile wallet) in tragbaren Geräten vorsieht. Und damit schlage ich zum Schluss den Bogen zu Print: Zahlen via NFC geht auch mit Gegenstellen in Druckprodukten. Ich wünsche ein inspirierendes Wochenende.

Über den Autor

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv