SaaS-Lösung smooster: Zwischen Website-Baukästen und WordPress

5. Juni 2014, 14:37 Uhr | Hot/Flop, Neues, Technik

Eine eigene Website oder eigene Landing Page für kleinere Unternehmen mit ebenfalls kleinerem Online-Budget zu kreieren, stellt die Verantwortlichen beziehungsweise extern Beauftragten oftmals vor die Wahl zwischen restriktiven Website-Baukästen oder komplexen CMS-Lösungen wie WordPress oder Typo3. In beiden Fällen ist es kaum möglich, die Design-Vorstellungen (die eigenen oder die des Kunden) richtig und gleichzeitig kostengünstig umzusetzen. Und schnell gehen soll dies ja auch noch. Diese Lücke ausfüllen will die junge Mannheimer Firma smooster, die für mich jetzt mit der neuen Möglichkeit, eigene Designs in ihre selbstentwickelte Cloud-CMS hochzuladen, erst richtig interessant geworden ist. Das macht diese Software-as-a-Service Lösung flexibel genug, um verschiedene Kundenbedürfnisse aus dem KMU-Bereich abdecken zu können.

smooster ist ein von der Mannheimer Firma (aktuell ein Team von vier Leuten) selbst entwickeltes Content Management System (CMS), bei dem der Kunde in einem grafischen Web-Editor im Browser seine Website einfach aktualisieren kann. Laut Geschäftsführer Sebastian Maier ist smooster als „unterstützendes Gerüst für freies Webdesign“ konzipiert. Ursprünglich stellte smooster den (End)Kunden nur das CMS bereit und übernahm Webdesign und Hosting selber. Damit brauchten kleine Unternehmen keine Mitarbeiter mit speziellen Web-Fachkenntnissen beschäftigen. Nun ist smooster „erwachsen“ geworden, denn mit eigenen Designs des Kunden (oder besser dessen beauftragten Grafiker oder Web-Designer) können nun auch Dienstleister wie etwa ein Freelance-Webdesigner den CMS/Hosting/SEO/Techkram-Service von smooster ihren Kunden anbieten und sich ganz auf das Webdesign konzentrieren. Das ist dann so eine Art B2B2B-Modell im Small Business.

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Ein guter Ansatz, um für KMU-Website-Projekte das Dilemma Gestaltungsfreiheit versus Kosten aufzulösen.
– Bernd Zipper

Bei smooster gibt es also keinen Web-Baukasten und das CMS ist für Nicht-Techies einfach bedienbar. Webdesigner müssen sich ausschließlich um HTML und CSS kümmern. Kann der Grafiker das nicht, weil er beispielsweise ein klassischer Print-Designer ist, darf er auch Photoshop-, Illustrator- oder InDesign-Templates einsenden, die die smooster-Mitarbeiter binnen zehn Werktagen in fertige Websites umzusetzen versprechen. Zu den Kosten für Designer ab 9 Euro pro Monat können noch solche für Erweiterungen wie Sprachversionen, Domains oder weitere Email-Postfächer hinzukommen.

Technisch baut smooster auf Ruby, MongoDB und die Amazon AWS Cloud-Infrastruktur auf und verwendet eine eigenentwickelte Template-Engine. Dabei wird auf komplizierte Template-Variablen wie bei PHP verzichtet und rein auf HTML gesetzt.

Mir scheint smooster ein guter Ansatz, für kleinere Website-Projekte das Dilemma „Gestaltungsfreiheit versus Kosten“ aufzulösen und damit die aus Nicht-Webtechie-Sicht berechtigten Kundenwünsche zu erfüllen. Nach eigenen Angaben des Startups lohnt sich smooster hauptsächlich bei Projektbudgets im Bereich zwischen 400 und 3000 Euro.

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