Blödsinn: Print-is-dead-weil-alles-digital, und was zum Abkühlen

18. Juli 2014, 11:46 Uhr | Meinung, Neues

Vor einem heißen Wochenende gibt es hier wieder die bunt gemischten Links zum WE, und ich habe es mir nicht nehmen lassen, dazu einen passenden Link herauszusuchen. Ansonsten bemerke ich in der Branche die Kombination von Fußball-WM-Nachwirkungen und Sommerloch. Sprich, es tut sich nicht so viel – aber es tut sich immer was.

Postboten, Druckerei-Mitarbeiter und Holzfäller haben alle wohl was mit Papier zu tun, und müssen für den t3n-Autoren Andreas Weck im Artikel-Header über Berufe, die vom Aussterben bedroht sind, herhalten. Die übliche Print-is-dead-weil-alles-digital Geschichte mal wieder. Na ja, die Studie, auf die sich der Autor bezieht, sagt erschröööckliche fünf Prozent weniger Neueinstellungen in der Druckindustrie für das Jahr 2020 voraus. Nun ist t3n ja ein Online-Magazin plus Print-Ausgabe, dessen Auflage der Verlag yeebase media sicherlich noch steigern will…

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Time-to-market: Heute, am 18.7., kommt bereits das Buch „Brasilien 2014. Die Fußballweltmeisterschaft“ in den Handel. Die schnelle Produktion bereits ab dem dritten Tag nach dem WM-Finale leistete das Graphische Centrum Cuno. Und warum ich das hier erwähne: Druckerei und Verlag hatten auch noch die Zeit, das zu kommunizieren.

EFI steuert so langsam auf den Milliarden-Jahresumsatz zu: Das letzte Quartal Q2/14 konnte der Digitaldruck-Lösungsanbieter mit sieben Prozent mehr Umsatz abschließen als vor einem Jahr. Noch ein paar Zukäufe (MIS?) und dann klappt das mit der Milliarden.

Die 200 berühmtesten Kunstwerke der Malerei zeigt gerade eine Ausstellung in Rotterdam und macht so globales Museums-Hopping (Munch in Oslo, Picasso in Madrid) überflüssig. Ausgestellt sind Werke, die sonst nur verteilt in 80 Museen sind. Und anfassen darf man die Bilder auch. Das geht natürlich nicht mit den Originalen, sondern nur mit Reproduktionen, die die niederländische Firma TVE auf Großformat-Inkjetsystemen von Agfa gedruckt hat. Bedruckt wurden verschiedene Materialien wie Leinwand, Holz, Karton, Glas oder Dibond. Hier das Teaser-Video:

Augmented Reality und Print: Letzten Monat hat Blippar, einer der größten Lösungsanbieter den ebenfalls großen Namen layar übernommen. Zumindest im angloamerikanischen Markt ist das eine merkliche Konzentration, während es hierzulande von Firmen wie Metaio oder Re´flekt, beide übrigens aus München, noch keine Übernahmegerüchte gibt. Im AR-Markt finde ich die zwei Münchner Unternehmen gut aufgestellt. Wer sich über Möglichkeiten bei AR und Print informieren will, dem empfehle ich den aktuellen Beitrag von bdaily Business News.

Kauf mich in sozialen Netzwerken: Nachdem bereits Twitter mit einem Kaufen-Button für kommerzielle Tweets herumexperimentiert, schaut sich auch Facebook diese Option an. In einem begrenzten Feldtest mit einigen US-amerikanischen Unternehmen wird der Buy-Button in Sponsored Posts und auf Firmenseiten angeboten. Nach Angaben von Facebook soll dabei die Sicherheit im Zahlungsverkehr hohe Priorität genießen und kein anderer Advertiser von den Zahlungsinformationen in Transaktionen erfahren – dieser Passus ist mir aufgefallen, denn dass Zahlungsinformationen nicht an Dritte weitergegeben werden, ist doch eine Selbstverständlichkeit. Na ja, vielleicht nicht bei Facebook…

Hier mal ein leicht angestaubter Link-Fund: Will Deutschland eine ordentliche Bananenrepublik bleiben, sollten Buchantiquariate bessere Lobbyarbeit treiben, denn auf heutige Bananenkartons kann man sich für die Zweitverwendung als Bücherkiste kaum noch verlassen, da sie einfach labbrig und immer weniger stapelbar sind. Der Sache wird gründlich auf den Grund gegangen mit „Der Bananenkarton als Grundlage des Antiquariatsbuchhandels. Eine volkswirtschaftliche Studie. In: Aus dem Antiquariat, Beilage zum Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 34, vom 29. April 1994, A 154–156. Einen Auszug gibt es unter diesem Link.

Kühlbox 2.0: Das hier ist mal etwas, womit man sich auf dem Grillplatz oder beim Picknick blicken lassen kann. Dieser Kühlbox-Bolide wird gerade über Kickstarter Crowd-finanziert und kann es locker mit dem Kartoffelsalat aufnehmen. (gefunden bei Klonblog)

Für Montag habe ich dann für alle, die nicht in Urlaub sind, diesen Link parat. Ich weiss, das ist gemein.

 

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