Onlinewährung für Onlinedruckerei, Katalog-Fakten, Money for nothing, Terrorgesetz gegen Druckkonzern

15. August 2014, 15:10 Uhr | Hintergrund, Neues

Die deutschsprachige Onlinedruckbranche hat nun das erste Unternehmen, das die virtuelle Währung Bitcoins akzeptiert. Virtuell geht es auch in den Augmented-Reality-Anwendungen zu, die als digitale Erweiterungen die Ikea-Kataloge begleiten. Jetzt steht die nächste Ausgabe an, und ich habe schon ein paar Fakten zusammenstellen können. Ein großer Druckkonzern wollte im staatsbankrotten Argentinien nicht mehr weitermachen, machte dort den Laden dicht, und steht jetzt sozusagen unter Terrorverdacht. Dies und weitere Links zum Wochenende im Folgenden:

Eigentlich naheliegend: Die Onlinedruckerei Wirmachendruck aus dem schwäbischen Backnang akzeptiert seit dem 8. August das Online-Zahlungssystem Bitcoins. Dazu arbeitet die Onlinedruckerei mit dem Zahlungsdienstleister BitPay zusammen. Die virtuelle Internet-Währung ist im E-Commerce bei deutschen Anbietern noch alles andere als normal, der bekannteste deutsche Onlineshop war bislang Lieferservice.de (ich denke, die haben da auch die vielen sich mit Pizza ernährenden Programmierer im Auge gehabt). Zu den international bekanntesten Akzeptanzstellen zählen Expedia und die Air Baltic. Gegenüber anderen Zahlungssystemen hat Bitcoins als kryptographisches Verfahren eine hohe Betrugssicherheit und für Onlineshop-Betreiber kaum Transaktionskosten. Diese Vorteile gibt der Onlinedrucker mit 10 Cent Rabatt an die Kunden weiter. Für Wirmachendruck, die aktuell in 17 Länder verkaufen, dürften auch Erleichterungen im internationalen Zahlungsverkehr eine Rolle spielen. Die meisten Onlinehändler lassen sich Bitcoins sofort in Fiat-Währungen wie Euro oder US-Dollar tauschen, ich denke, die Backnanger Druckerei wird da genauso verfahren. Übrigens: Wie Handelsblatt berichtet, wird Ebay nun über seine Zahlungsabwickler-Tochter Braintree erste Testeinführungen von Bitcoins machen.

Ikea2015

Print und AR
Ab Ende August landet der neue Ikea-Katalog in deutschen Treppenhäusern und Briefkästen, die begleitende App soll schon am 18. August erscheinen. Ich bin natürlich auf die erneut erweiterte Augmented-Reality-Funktion mit Katalog und App in der Praxis und die digitalen Dienste gespannt. Der Möbelgigant beschreibt die digitalen Erweiterungen so: „Es wird insgesamt 69 verschiedene Web und App Versionen geben, sowie 58 verschiedene Apps für Mobiltelefone und Tablets. Dafür hat auch der gedruckte Ikea Katalog auf über 60 Seiten „extended content“ -Hinweise, die in der Katalogapp abgerufen werden können. So wird es zum Beispiel 24 Filme mit schnellen Do-it-yourself-Tipps oder mehr Infos zu bestimmten Einrichtungslösungen geben. Via „augmented reality“ kann man sich ansehen, wie mehr als 300 Möbelstücke in die eigene Wohnung passen würden.“ International erscheint der Katalog in einer Auflage von 217 Millionen Exemplaren, in 32 Sprachen und 67 verschiedenen Versionen und wird in 46 Ländern verteilt. Neu dabei sind Kroatien und Indonesien. (Katalog-Teaser, PDF-Link)

NoIdea

No idea
Keine Idee, kein Produkt, kein Konzept. Aber 2 Millionen US-Dollar Startkapital eingesammelt. Das gelang dem Startup-Gründer Itay Adam mit einer fünfseitigen Präsentation. Eine eigene Idee zu dieser Präsentation hatte Itay Adam auch nicht, denn die stammt aus einer Folge der Fernsehserie Seinfeld. Via t3n.

Anti-Terrorismus-Gesetz
Der amerikanische Druckkonzern RR Donnelly & Sons hat diese Woche überraschend seinen argentinischen Standort mit 400 Mitarbeitern geschlossen. Jetzt hält die argentinische Staatschefin Cristina Fernandez mit schweren Geschützen dagegen und will den Druckkonzern dafür strafrechtlich belangen – und das gleich nach dem argentinischen Anti-Terrorismus-Gesetz. Dieses habe RR Donnelly verletzt, so die Präsidentin in einer Ansprache.

Drucksponsoren gesucht
Die Lebensmittelretter von foodsharing.de suchen noch weitere nachhaltig produzierende Druckereien, die bereit wären, sie mit dem kostenlosen Druck von Flyern, Postern und Aufklebern zu unterstützen. Bereits dabei ist die Öko-Druckerei Print Pool, die auch einen Onlinedruckshop betreibt.

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