Wachsender Stellenwert von E-Business Print: Erste Zahlen zum drupa-Report über Auswirkungen des Internet auf die Druckbranche

3. September 2014, 12:30 Uhr | Hot/Flop, Neues

Im Oktober wird die Messe Düsseldorf ihren drupa Global Insights Report zum Thema „Die Auswirkungen des Internet auf Print – die digitale Flut“ veröffentlichen, erste Zahlen hat der Veranstalter der drupa bereits heute mitgeteilt. Regelmäßige Leser von beyond-print.de wissen ja, dass diese „Schnittstelle“ Online und Print der Schwerpunkt meiner Beiträge hier ist. Die vorab veröffentlichten Zahlen aus dem Report zeigen nun, dass dabei alle angesprochenen Themenfelder global von wachsender Bedeutung sind. Und es gibt ein Druckprodukt, das von diesen Trends besonders profitiert. Welches das ist, dürften viele in der Branche nicht vermutet haben.

(Abb.: Gerd Altman, pixabay)

(Abb.: Gerd Altman, pixabay)

Etwa 1100 Entscheider aus der Druckindustrie weltweit beantworteten für die Studie einen 30seitigen Fragenkatalog, der viele Digitalisierungs- und Onlinekonvergenzaspekte beinhaltet. Die nun vorliegenden ersten Zahlen unterstreichen sehr deutlich, wie wichtig Online als Vertriebskanal inzwischen von Druckdienstleistern wahrgenommen wird. Bei 52 Prozent der Befragten ist ein Engagement im E-Business Print, ob als Web-to-Print oder in anderen Formen, bereits der Fall. Die Branche steht dabei noch am Anfang und kann die Potentiale noch nicht richtig nutzen: Lediglich 14 Prozent der Online-Aktivisten wickeln mehr als ein Viertel ihrer Aufträge über einen E-Business Print Kanal ab.

Echte Individualisierung und Mass Customization, etwa von Fotobüchern, Kalendern, T-Shirts oder Werbeartikeln verzeichnet der drupa Insights Report als stark wachsendes Segment. Der variable Datendruck wird ebenfalls von immer mehr Druckunternehmen beherrscht. In Nordamerika setzen bereits 87 Prozent der Akzidenzdrucker VDP ein. Und dann gibt es auch Zahlen zu den von mir so propagierten Interaktionselementen in Print-Produkten. Interaktive Responce-Elemente wie Augmented Reality oder NFC/RFID setzen bereits ein Drittel der befragten Unternehmen ein. Dazu muss ich allerdings anmerken, dass der einfach integrierbare QR-Code auch dazu gezählt wird. (Wenigstens hat der Report die im Verpackungsdruck praktisch obligatorischen Barcodes dafür nicht berücksichtigt.) Die Unterschiede weltweit sind dabei enorm groß. Fast die Hälfte der nordamerikanischen Druckdienstleister setzt bereits Responce-Elemente ein, während diese im Nahen Osten bei gerade einmal drei Prozent zum Einsatz kommen.

Der bereits erwähnte Verpackungsdruck kann von den Trends zur Personalisierung und Long-Tail-Ansätzen im E-Commerce nur profitieren. Als gesundes und wachsendes Segment ist der Verpackungsdruck ohnehin schon seit längerem identifiziert. Im Interaktivbereich sind die Packaging-Drucker überdurchschnittlich engagiert. 43 Prozent nutzen variable Inhalte und 41 Prozent der befragten Verpackungsdrucker personalisieren bereits ihre Druckprodukte. Der heimliche Profiteur ist für mich aber der gedruckte – und oft totgesagte – Katalog. Versionalisierte und personalisierte Kataloge mit Online-Responce-Elementen sind bereits bei 60 Prozent der Katalogdrucker ein Wachstumsfeld.

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Der drupa Global Insights Report der Messe Düsseldorf wird Mitte Oktober in englischer Sprache auf www.drupa.de veröffentlicht, Zusammenfassungen erscheinen in weiteren Sprachen.

Den Einstieg in das E-Business Print unterstützt unsere EPOS Studie, eine Recherchedatenbank, in der Softwareprodukte der E-Business Print Wertschöpfungskette und die dazugehörigen Softwareanbieter detailliert vorgestellt werden.

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