Integration in Creative Cloud: Adobe kauft den Microstock-Anbieter Fotolia

12. Dezember 2014, 9:24 Uhr | Neues

Adobe nimmt 800 Millionen US-Dollar in die Hand, um die Firma Fotolia zu übernehmen. Fotolia bietet Stock-Fotos, -Grafiken und -Videos an und zählt zu den größten Online-Marktplätzen für lizenzfreie Microstock-Bilder. Der Marktplatz wird in die Creative Cloud von Adobe integriert werden, aber auch selbstständig und als eigene Marke erhalten bleiben. Damit haben Anwender der Creative Cloud direkt aus Applikationen wie Photoshop oder InDesign Zugriff auf das Microstock-Material. Der Fotolia-Gründer und -CEO Oleg Tscheltzoff wird das Fotolia-Team weiterhin als Teil des Digital Media-Geschäfts von Adobe leiten.

Damit zeigt sich für mich der Trend, die Creative Cloud mit zur Zeit 3,45 Millionen Mitgliedern nicht nur als Subskriptionsplattform für die Adobe-Programme zu etablieren, sondern auch zu einem Online-Marktplatz auszubauen, nachdem man beispielsweise schon den Typekit-Marktplatz für Schriften in die Creative Cloud integriert hatte. Über die eigenständig operierende Marke Fotolia kann Adobe zudem auch weitere potentielle Creative-Cloud-Abonnenten ansprechen und Sonder- sowie Bundle-Konditionen schnüren. Bei etwa fünf Millionen registrierten Fotolia-Nutzern weltweit ist dies ein gewaltiges Potential. Fotolia ist derzeit in 23 Ländern aktiv und betreibt Websites in 14 Sprachen.

Auch das API-Geschäft von Fotolia bleibt erhalten, und damit mischt Adobe nun auch im Online-Print-Geschäft mit. Über die API wird das Stockmaterial in vielen Online-Print-Shops integriert, außerdem haben viele Anbieter von Lösungen für das E-Business Print Fotolia als Partner. In Deutschland ist beispielsweise Color Alliance Partner von Fotolia.

Fotolia wurde 2004 gegründet, befindet sich bis jetzt im Privatbesitz von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P., TA Associates und des Fotolia Managements und unterhält Büros in New York, Paris und Berlin. TA Associates ist übrigens in der grafische Industrie kein Unbekannter und unter anderem mit einem Investment bei der Onlineprinters GmbH aktiv.

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