Platzhirsch Adobe lässt Dynamic Media Classic auslaufen und empfiehlt in Zukunft das Web-to-Print-Modul von BrandMaker weiter. Was macht der Marketing-Spezialist aus Karlsruhe daraus?

Jetzt ist es offiziell: Nutzer von Adobes Dynamic Media Classic können nun zu BrandMaker Web-to-Print migrieren. Und Adobe empfiehlt BrandMaker mit ihrem System offiziell weiter. Bislang sind jedoch kaum Informationen dazu einsehbar; es gab lediglich eine kurze Mitteilung über Twitter sowie eine Landingpage mit dem Hinweis auf die Wechselmöglichkeit und ein Kurzanfrage-Formular für eine Demo.

BrandMaker, mit Hauptsitz in Karlsruhe, ist seit nunmehr 18 Jahren am Markt und eine internationale Größe im Anbieten von Marketing Resource Management-Systemen. Mit diesen unterstützt der Software-Spezialist mittlere und große Unternehmen bei der Verbesserung aller Prozesse rund um das Marketing – wozu auch CI-konforme Ausgaben in allen Facetten des Web-to-Publish und damit auch im Web-to-Print gehören. Viele namhafte Unternehmen sind bereits langjährige Kunden bei BrandMaker.

 

Das Web-to-Print-Modul (auf 7 Uhr) als Teil der Web-to-Publish-Möglichkeiten in der Cloud von BrandMaker; Quelle: BrandMaker

 

Stephan Nobs, CMO bei BrandMaker, Quelle: BrandMaker

Die Marketing Efficiency Cloud (siehe oben) bildet die umfassenden Möglichkeiten ab, wobei das Web-to-Print-Modul als operative Einheit und Teil des Bereichs Web-to-Publish zur Vorlagenerstellung für Drucksachen dient. Als Werbemittel können diese für die Konsistenz in der CI sorgen. Das Web-to-Print-System ist bedarfsgerecht skalier- und anpassbar. Wie üblich bei Web-to-Technologien benötigt der Anwender nur den Webbrowser und keine weiteren Programme zur Erstellung der Drucksachen. In deren Anwendung können sowohl die Templates als auch die Werbemittel bei – auch international agierenden bzw. – verteilten Unternehmensstandorten zentral bereitgestellt werden. So wird die Versorgung von verschiedenen Niederlassungen und Partnern über ein System mit anpassbaren Medieninhalten sichergestellt.

Da über die Hintergründe, weshalb die Migration von Web-to-Print-Anwendungen von Adobe zu BrandMaker in Zukunft ermöglicht wird, bislang nichts Weiteres zu erfahren ist, habe ich bei der Geschäftsleitung von BrandMaker mal nachgefragt. Stephan Nobs, Chief Marketing Officer bei BrandMaker, hat dazu das folgende Statement abgegeben: „Adobe empfiehlt speziell BrandMaker als Nachfolgesoftware, weil BrandMaker ebenfalls ein etablierter Marktführer in Marketing-Software ist und zusätzlich zur spezifischen Web-to-Print-Funktionalität, welche vergleichbar ist zu Adobe Dynamic Media Classic, wesentliche Funktionsbereiche für Marketers bedient: wie beispielsweise Local Area Marketing und Brand Management Portale, Digital Asset Management, Marketingplanung und pragmatisches Workflow Management.”

Dass Web-to-Print aus dem Hause BrandMaker die von Stephan Nobs angesprochenen Stärken schon hat, zeigt ein Blick auf die Liste der Nutzer. Die DekaBank als großer Kunde beispielsweise nutzt das Web-to-Print-Modul (neben dem Mediapool und dem Marketing-Shop) von BrandMaker bereits, um die rund 450 Sparkassen mit Marketingmaterialien zu versorgen, die zu Druckzwecken in einem bestimmten Rahmen selbst gestaltet und damit z. B. auf die regionalen Erfordernisse der Filialen angepasst werden können.

„Präsent war BrandMaker vor der Ankündigung schon. Die Neuerungen in Sachen dynamischer Template-Gestaltung zur besseren Anpassung an regionale Erfordernisse wird der Empfehlung von Adobe nochmal zusätzlichen Schub verleihen.“ – Bernd Zipper

Sinnvollerweise können die Regel-Templates so ausgestattet bzw. restringiert werden, dass die CI-Konformität bei der Befüllung der Templates stets gewährleistet bleibt. Die Komplexität bzw. die Veränderungsmöglichkeiten der Templates können demnach mit dem Template-Editor gesteuert werden – so kann der Anwender beispielsweise die typographische Gestaltung nur in einem gewissen Maße, gemäß vordefinierter Regeln und Vor-Befüllung, vornehmen. Neu ist auch die Möglichkeit im Template zwischen verschiedenen Maßeinheiten umzurechnen, um z. B. die Maße einer Drucksache in das metrische Einheitensystem zu überführen. Schließlich können im Media Pool hinterlegte Grafiken und Bilder als Auswahl zur Verwendung im WYSIWYG-Editor geladen werden. So kann auch die Gestaltung bei Doppelseiten in mehrseitigen Kampagnen sinnvoll überprüft werden.

My Take: Ein starkes Stück. Dadurch, dass Adobe BrandMaker offiziell weiterempfehlen wird, wird der Marketing-Spezialist aus Karlsruhe einige weitere und vor allem namhafte Großkunden hinzugewinnen. Warum auch nicht? Die Liste an Auftraggebern spricht schon für sich und die gemeinsame Entwicklung des Migrationskonzepts wird voraussichtlich keine Lücken zeigen. Und bei der Entwicklung und Pflege der Templates zur Drucksachenerstellung kommen weitere wertvolle Möglichkeiten hinzu, die auch im internationalen Geschäft von Nutzen sein können. Mal sehen, wie sich das Ganze in den nächsten Monaten entwickeln wird.