Calidario: Intelligente Online-Anwendung für Kalender-Templates

Gedruckte Kalender sind gefragt – individuell oder nach Corporate-Kriterien anpassbare umso mehr. Calidario hat ein Tool, mit dem sich schnell und günstig InDesign-fähige Kalendervorlagen im Browser konfigurieren lassen.

Das Jahr nähert sich dem Ende und bald werden sie wieder reichlich gebraucht – Kalender. Das Geschäft mit den Orientierungshilfen hat der deutschen Druckindustrie und im Speziellen dem Imaging-Markt in den letzten Jahren ordentliche Umsätze beschert, teilweise mit zweistelligen Wachstumsraten. Und auch die Prognosen für das Geschäft rund um statische und individualisierbare Kalender-Drucksachen sind gut. Aus diesem Grund schaue ich mir folgend mal einen Kalenderservice an, der vor allem Anspruchsvolle und Detail-Liebende anspricht.

Beim Durchstöbern verschiedener Shops findet man Kalender verschiedenen Formen. Was aber, wenn beispielsweise das Corporate Design mehr Gestaltungsoptionen verlangt und „bloße“ Template-Befüllungen durch Uploads nicht reichen? Klar, einen Kalender komplett selbst zu erstellen geht auch. Nur ist das – wie so oft – eine Zeit- und damit eine Kostenfrage. Denn wenn sich der eigene Kalender von den Standard-Varianten abheben soll, muss schon Mühe investiert werden. Das haben sich auch Deborah und Tobias Köngeter von WirbelWild gedacht und mit Calidario eine weitere Marke für Designleistungen ins Leben gerufen.

Die Kalender-Vorlagenkonfiguration umfasst drei wesentliche Bereiche mit jeweils mehreren Optionen; Quelle: calidar.io/de-de.html

Die Vorlage für den Kalender lässt sich direkt im Browser einstellen. Dazu wählt der Besteller das Land und zwischen einer von mehr als 100 verschiedenen Sprachen aus; hierunter sind neben den gängigen europäischen Sprachen auch zahlreiche asiatische Zielsprachen definierbar. Bei den folgenden Einstellungen können Farbmischungen auf Basis der jeweiligen Mischsysteme festgelegt und für die Optionen in der rechten Spalte gespeichert werden. Wichtig ist hierbei, dass die vordefinierten Farben später in InDesign immer noch geändert werden können. Neben der Wahl eines der drei Layouts – Ganzjähriger Wandplaner, Fotokalender oder Dreimonatskalender – wird das Gestaltungs- bzw. spätere Printformat für das entsprechende Jahr eingestellt, wobei jegliche Größe möglich ist. In der rechten Spalte des Konfigurators finden sich dann Optionen für die Integration von Ferienterminen und Feiertagen etc., welche in der Datenbank hinterlegt sind. Diese werden in der automatisch generierten Vorlagendatei gespeichert und können ebenso wie die anderen Einstellungen in InDesign verändert werden. Kalenderdaten selbst zu suchen entfällt damit, wodurch die Vorlage anhand der einstellbaren Rahmenvorgaben schnell zur Verfügung steht.

„Calidario schafft mit den Layout-Vorlagen für Designer eine wertvolle Gestaltungsbasis, die den Spielraum für Kreativität nicht einschränkt und gleichzeitig Zeit erspart.“ – Bernd Zipper

 

Um sich einen ersten Überblick über die Konfigurationsmöglichkeiten und die Verwendung des Kalendariums mit den integrierten Absatz- und Zeichenformaten zu verschaffen, ist keine Registrierung notwendig. Nach dem Download der Gestaltungsvorlage kann selbige direkt als idml-Datei in InDesign verarbeitet und weiter befüllt werden. Gefällt dem Ersteller die kostenlose Vorlage zum Ausprobieren, kann er auf derselben Seite die Kalender-Vorlage auch mit dem vollständigen Datensatz kaufen, was unabhängig vom Kalender-Layout 19,90 Euro kostet. Und damit die Einstellungen hierzu nicht erneut vorgenommen werden müssen, ist in der Testdatei ein Konfigurationscode mit den gewählten Parametern hinterlegt. Gute Sache. Was die weitere Gestaltung in InDesign angeht, stehen alle regulären Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung, da das Dokument zwar schon die vorformatierten Absatz- und Zeichenformate enthält, aber keine weiteren Restriktionen mit sich bringt. So ist z. B. auch die Integration von bereits bestehenden (CD-)Layoutvorgaben, die aus vorigen Kalendern oder anderen Projekten stammen können, möglich.

Aktuell ist das Tool zwar „nur“ für InDesign verfügbar – da aber ein Großteil der Gestalter auf Adobe setzt, sollte es hier keine Kompatibilitätsprobleme bei den meisten potenziellen Interessenten geben. Vielleicht folgt ja noch eine Vorlagenerstellung für die Anwendung in QuarkXPress.

Ist die Basis einmal geschaffen, lässt sich via InDesign die Gestaltung des Kalenders verfeinern – hier ein Fotokalender; Quelle: zipcon consulting

My Take: Vorteilhaft ist bei Calidario, dass sich Kreative auf das Artwork konzentrieren können, da sie durch die Vorkonfiguration Zeit sparen. Daran gemessen ist der Preis für die idml-Vorlage nicht zu hoch angesetzt. Voraussetzung ist natürlich, dass sich die Gestaltungsmöglichkeiten im Layoutprogramm für den Designer bzw. das Unternehmen oder den Privatkunden auch lohnen. Auf Nachfrage wurde mir noch mitgeteilt, dass seitens Calidario neben den drei bestehenden Layouts für die Zukunft noch weitere wie z. B. Terminplaner und Tischkalender in Planung sind. Ich bin mal gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt – und natürlich, wann es von den etablierten Onlineprintern mal ein derartiges Angebot gibt. Bisher habe ich nämlich in Sachen Kreativwerkzeuge bei der Kalendergestaltung keine vergleichbaren Anwendungen finden können.

2017-10-11T11:04:40+00:00 11.10.2017|Technik|0 Comments

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