Initiative Online Print: Interessenvertretung der Online Drucker – Was steckt dahinter?

Jede Branche hat ihre Interessenvertretung – im Onlinedruck ist das nicht anders! Nur wer ist die Initiative Online Print und wofür steht sie in dem teils schwer zu überblickenden Markt?

In Zeiten von Konsolidierungen, Übernahmen und Coopetition im Onlinedruckmarkt sollte man wissen, wo man steht. Ohne Austausch mit dem Wettbewerber oder Marktbegleiter geht da nichts – und genau das, ist der Sinn der „IOP“: Menschen und Macher des Online Prints an einen Tisch zu bringen und, statt sich gegenseitig Abmahnungen zu übersenden, miteinander zu reden.

Kurzer Blick zurück ins Jahr 2007…

Ja ich gebe zu und die meisten wissen es ja: Ich habe die IOP seinerzeit initiiert. Grund war das große Thema „Web-to-Print-Patent“, das von Vistaprint erworben wurde und so allen anderen Anwendern verwehrt bleiben sollte. So kam es im Jahr 2007, noch unter dem Namen „Interessengemeinschaft zur Förderung des freien Wettbewerbs Web-to-Print e. V.“, zur Gründung durch zahlreiche Akteure im noch recht jungen Online Print Markt. Nach der Klärung der Patentstreitigkeiten im Jahr 2010 wurde der Verein in „Initiative Online Print e. V.“ umbenannt, dient sie seit nunmehr neun Jahren als Kommunikationsbasis für ihre Mitglieder. Zu denen zählen zahlreiche Unternehmen aus dem Umfeld des Onlinedrucks aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In unseren Reihen finden sich neben den Printern auch Maschinenhersteller, Softwarespezialisten, Berater, Zulieferer und nicht zuletzt der Spitzenverband der deutschen Druck- und Medienindustrie, der bvdm.

Sich gemeinschaftliche auszutauschen und Entwicklungen im Markt einzuschätzen – das sind nur zwei Vorteile, die die Mitglieder der IOP zu schätzen wissen; Quelle: initiative-online-print.de

Sich gemeinschaftlich auszutauschen und Entwicklungen im Markt einzuschätzen – das sind nur zwei Vorteile, die die Mitglieder der IOP zu schätzen wissen; Quelle: initiative-online-print.de

Und weshalb ist die IOP wichtig für den Onlinedruck in D/A/CH?

Als fachliche und auch wirtschaftliche Interessenvertretung der deutschsprachigen Online-Print-Branche befasst sich der Verein mit der gemeinsamen Erarbeitung von Konventionen rund um Bestell-, Produktions- und Lieferprozesse im Onlinedruck. Und da sich unter den Mitgliedern auch einige mit internationalem Wirkungskreis finden, werden die Standardisierungsvorhaben auch über den deutschsprachigen Raum hinaus ernstgenommen. Übrigens: Die Internationalisierung wird in diesem Kreise in naher Zukunft eines der Kernthemen der Dialoge sein.

Als Austausch- und Netzwerkplattform auf CEO-Ebene vernetzt die IOP damit wichtige Entscheider und Förderer – so kann so mancher Konflikt den man sonst im Markt austragen würde, Face-to-Face besprochen und geklärt werden.

zipperkopf BerdZipper_erkennend„Aktive Mitwirkung bei der Gestaltung von Regeln und Konventionen für Vorgänge rund um den Onlinedruck ist für jeden möglich. Wer in diesem Umfeld wahrgenommen werden und mitsprechen möchte, der ist bei der Initiative Online Print an der richtigen Adresse.“ – Bernd Zipper

Ein Ziel der Zusammenarbeit in der IOP ist es, die Bedürfnisse der Branche erkennbar zu machen und sie mit Hilfe von Öffentlichkeitsarbeit anzubringen. Dazu werden bei den zwei jährlich stattfindenden Meetings aktuelle Lagen und Entwicklungen sowie Probleme diskutiert und Lösungswege entwickelt. Die Umsetzung wird durch den Vorstand realisiert – der auch die aktive Lobbyarbeit für Online Print forciert.

Welche Vorteile bringt eine Mitgliedschaft in der IOP?

Seit ihrer Gründung konnte die IOP beinahe jährlich den Beitritt neuer, im Onlinedruck gewichtiger Branchenvertreter, vermelden. Namhafte Mitglieder, die in einem gesunden Wettbewerb miteinander stehen, diskutieren über Lösungen und Dienstleistungen, womit jeder Teilnehmer über aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Bilde ist – und zwar auf Grundlage von Informationen aus erster Hand. So schafft die IOP die Basis für ihre Mitglieder, sich als geschlossene Interessengemeinschaft zu präsentieren und die Zukunft des Druckens, die nachweislich zu immer größeren Anteilen online stattfindet, mitzugestalten.

Aber die IOP hat keinen Anspruch darauf einen „Verband“ zu bilden. Für die deutsche Druckindustrie ist dies ganz klar der bvdm. Die IOP versteht sich als Sprachrohr und als smarter Interessensvertreter in allen Bereichen die Online Print betreffen und steht auch als Berater z.B. für andere Verbände parat. Mitglied zu werden, ist jedoch nicht so einfach. Grund ist hier, dass die IOP ihren Charakter des persönlichen Austauschs nicht verlieren möchte – daher ist der Betritt ein längeres Verfahren. Interessierte Unternehmen sollten sich einfach mal beim Vorstand melden – einfach via Website.

My Take: Wir als IOP bieten allen Mitgliedern ein Netzwerk aus marktbestimmenden Branchenvertretern und schaffen damit eine Vertretung der Interessen unserer Branche. Praxisnahe Gespräche und – je nach Austragungsort unserer Meetings und den Schwerpunkten der Teilnehmer – völlig neue Einblicke in Verfahren und Prozessabläufe gestatten die Tagungen, die im Wechsel bei unseren Mitgliedsunternehmen stattfinden. Und da es bei der Interessengemeinschaft um die Entwicklung des gesamten Onlinedrucks in D/A/CH – vermehrt auch mit internationalen Betätigungen – und nicht um das Prestige oder den Einfluss einzelner Teilnehmer mit großem Marktanteil geht, wird hier auf beyond-print eine Interviewreihe folgen, die Einblicke in die Erwartungen und Meinungen einiger IOP-Mitglieder an das angebrochene Geschäftsjahr geben. Ich bin schon ein wenig stolz darauf, Vorsitzender der IOP sein zu dürfen – und freue mich darüber dass die 2007 gefundene Idee fortgeschrieben wird.

2017-01-27T13:46:54+00:00 24.01.2017|Entwicklung|0 Comments

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