Print-on-Demand: Juniqe – Bezahlbare Kunst auf Knopfdruck

Schnelles Wachstum mit gedruckter, moderner Kunst? Als junges Kreativunternehmen zeigt Juniqe wie man ein ansprechendes Portfolio mit einer charmanten Website und Qualitätsbewusstsein paart, um genau das zu erreichen.

Kunstdrucke kann ich doch überall bestellen – ja und nein! Denn x-fach gesehene Standardmotive langweilen kreative Köpfe. Warum also nicht mal schauen wer sich im Bereich Fine-Art-Print besonderer Motive etabliert hat. Anbieter gibt es da mehrere, aber gerade bei dem noch jungen Berliner Start-up Juniqe, das seinen Umsatz von 2015 auf 2016 auf einen achtstelligen Betrag verdoppeln konnte, lohnt ein Blick auf Portfolio, Qualität und Entwicklung des Shops.

Mittlerweile finden sich die Produktkategorien Wandbilder, Mode, Wohnen, Schreibwaren und Tech im Webshop des 2014 gegründeten Start-ups. Fotografen, Zeichner, Maler, Typographen, Grafikdesigner – Juniqe versammelt Werke lokaler und internationaler Künstler und macht sie via Webshop und Print-on-Demand für Kunstliebhaber zugänglich. Darunter finden sich Designs bereits etablierter und aufstrebender Kreativköpfe – deren Portfolio und Bezug zur Kunst wird über Juniqe umfassend portraitiert. Dass die Nachfrage nach bezahlbarer Kunst bzw. nach bezahlbaren Kunstdrucken bei weitem nicht geringer wird, dass zeigen die von Juniqe veröffentlichten Angaben zum Jahr 2016. Die Zahlen sprechen für das Konzept: Die Anzahl an Kunden konnte gegenüber 2015 mehr als verdoppelt werden; nach dem mächtigen, fünffachen Umsatzzuwachs im Jahr nach der Gründung, stand 2016 eine weitere Verdopplung der Umsätze auf einen achtstelligen Betrag an. Auch die Anzahl an Künstlern (mehr als 600) im Netzwerk ist neben der Mitarbeiterzahl (mehr als 100) in 2016 um etwa 50 % gewachsen. Um ein solches Wachstum hinzulegen bedarf es auch internationaler Expansion, wozu es seit der Gründung insgesamt acht Shop-Launches für Deutschland, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande, Schweden, Dänemark, das Vereinigte Königreich und einen EU-Shop gab. Die vier erstgenannten Länder bilden auch die Haupt-Absatzmärkte für Juniqe.

Design-Tipps gibt es neben Tutorials und Künstler-Portraits bei Juniqe ausreichend; Quelle: juniqe.de

Die Website mach insgesamt einen schlichten und aufgeräumten Eindruck und vermittelt auf den Detailseiten den Charme von Handarbeit. Hier gibt es echte Kunst. Wer sich die Website etwas detaillierter anschaut, der erkennt das unschwer. In Sachen Bezahlsysteme ist Juniqe auch gut aufgestellt. Ganz cool finde ich auch die Design-Tipps zum Arrangieren der bestellten Kunstdrucke an der eigenen Wand.

Geliefert werden die in Deutschland bedruckten Bilder (auf Papier, Leinwand, Acrylglas oder Alu-Dibond), Textilien und Schalen für Mobilgeräte in 12 europäische Länder; die Versandkosten betragen zwischen 3,99 und 6,99 Euro je nach Zielland, wobei alle Lieferungen – außer Wandbilder in großen Formaten – ab 69 Euro Bestellwert kostenfrei zugestellt werden.

„Echte Kunst muss nicht teuer sein – solide Qualität dazu auch nicht. Dass das mit Print-on-Demand via Webshop realisierbar und mit Wachstum verbunden ist, zeigt das Berliner Start-up mit seiner frischen Art.“ – Bernd Zipper

Der ein oder andere mag sich nun fragen was mit selbst gestaltbaren Designs via Editor ist. Die Möglichkeit gibt es bei Juniqe nicht – die konzentrieren sich auf die von den Partnern gelieferten Werke. Ich bin zwar ein ausgesprochener Freund von Print-Individualisierung, aber die breite Auswahl an Kunstmotiven macht die eigene Gestaltung in dem Kontext überflüssig. Alleine bei den gerahmten Premium-Postern gibt es mehr als 15.000 Designs zur Auswahl, und zwar keine Motive von der Stange wie bei anderen großen Poster-Anbietern im E-Commerce.

Der Qualitätsanspruch ist beim Top-Seller Fine-Art-Poster hoch; Quelle: juniqe.de

Was die Preise angeht, finde ich, dass die völlig im Rahmen sind. Ein Leinwandbild im Format 40×60 cm kostet hier im Vergleich zu anderen Webshops, die nicht on-Demand drucken, etwa zehn bis zwanzig Prozent mehr. Qualität und besondere Motive haben eben ihren Preis, der in diesem Beispiel mit 59,90 Euro nicht zu hoch, sondern angemessen ist. Interessant ist dann noch, wie die Kunden das Zusammenspiel zwischen Qualität und Preis finden. Eine Durchschnittsbewertung von mehr als 4,7 über Trusted Shops kann sich sehen lassen; bis auf wenige Ausnahmen entsprechen die Artikel aus den verschiedenen Kategorien den Vorstellungen der Kunden, wobei Substrat- und Druckqualität beim Top-Seller Poster – Größen-unabhängig, mit oder ohne Rahmen – den Bestellern durchweg besser rezensiert werden als die Kunstdrucke auf textilen Materialien.

My Take: Das Wachstum von Juniqe in den letzten drei Jahren kommt nicht von ungefähr. Mit der großen und dennoch sorgfältig selektierten Auswahl an Designs sprechen die viele Kunden an, die einfach keine Lust mehr auf Bilder von der Stange haben. Hinzu kommt, dass der Shop mit seinen Kunsttipps und Künstler-Portraits einen charmanten Eindruck macht. Und wie erreiche ich heutzutage Kunst-hungrige am besten? Genau – über Social Media. Da sind die kreativen Berliner besonders emsig. Zuletzt erfüllen die noch das wichtige Preis-Qualitätskriterium, das besonders im E-Commerce schnell gerügt werden kann. Weiter so!

2017-06-27T13:49:10+00:00 27.06.2017|Markt|0 Comments

Hinterlasse einen Kommentar

Mit Abschicken meines Kommentars erkläre ich mich mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.

Send this to friend