RealObjects: Leistungsfähig und umfangreich – so präsentiert sich das PDF-Konvertierungstool PDFreactor

RealObjects: Leistungsfähig und umfangreich – so präsentiert sich das PDF-Konvertierungstool PDFreactor

PDFreactor ist ein mächtiges Tool zur PDF-Erzeugung auf Basis von Webcontent. Was es kann und ob es den Vergleich zu anderen, teureren Web-to-PDF-Tools scheuen muss, das gilt es herauszufinden.

Druckbare PDF-Dateien Server-gestützt zur Verfügung stellen – dafür gibt es nicht erst seit heute massiven Bedarf. Wenn es darüber hinaus noch um die Erzeugung von Dokumenten mit für die Druckausgabe relevanten Eigenschaften geht, bedarf es leistungsfähiger Programme wie dem zuletzt vorgestellten Tool namens pdfChip von Callas Software. Gebraucht werden die professionellen Konvertierungsprogramme unter anderem für dynamisch generierte Dokumente wie Rechnungen, Berichte und Datenblätter oder hochwertige Marketingmaterialien und Zeitschriften mit einem hohen Anspruch an Druckaspekte wie die Einhaltung der Farbigkeit (z. B. für CD-konforme Drucksachen) oder größengetreue Darstellungen (z. B. Technische Dokumentationen) und zwar alles auf Basis von Webcontent. Auch im Onlinedruck gibt es verschiedene Verwendungsszenarien – z. B. Transaktionsdruck und Book-on-Demand-Fertigung –, in denen HTML, CSS und JavaScript für Print-Anwendungen erhebliche Vorteile bieten. Deshalb komme ich an der Stelle – wie bereits angekündigt – noch auf ein weiteres Tool zu sprechen, das pdfChip in Sachen Performance in vielen Bereichen ebenbürtig ist und ebenfalls aus der Feder eines deutschen Entwicklers stammt.

Egal welches gewerblich nutzbare Konvertierungstool Sie wählen – die Zielsetzung ist mit der technisch sauberen Ausgabe von HTML- und CSS-Code im Druck (unabhängig vom Umfang) stets die gleiche; Quelle: suntoucher.de

Genug der Vorrede – was kann der PDFreactor? Die Softwareentwickler und IT-Berater von RealObjects, dessen Sitz in Saarbrücken liegt, waren mit der ersten Version des Tools bereits 2006 am Markt. Mittlerweile steht der Konverter, der alle HTML5-Elemente, CSS3 sowie JavaScript gesteuerte Layouts unterstützt, in der achten Generation zur Verfügung. Genauso wie bei dem zuvor vorgestellten pdfChip von Callas sind zur Konvertierung des Codes zum Webcontent in (druck-) fertige PDFs keine zusätzlich vorbereitenden Schritte notwendig. Im Einzelnen finden sich bei beiden Tools folgende Funktionen im Umfang: Unterstützung von SVG und MathML, Erzeugung von Bar-  und QR-Codes, automatisches Ausschießen, Erstellung von PDF/A zur Archivierung und PDF/X (bis PDF/X-4p) zur Ausgabe technisch und typografisch anspruchsvoller Druckdokumente mitsamt Sonderfarben, CMYK-Unterstützung, Druckkontrollstreifen, Schnittmarken etc.

„Mit pdfChip und PDFreactor haben wir zwei leistungsfähige PDF-Erzeugungsmöglichkeiten, die von deutschen Entwicklern stammen und beide ihre Stärken haben. Verwendungsbedarf für solche professionellen PDF-Tools gibt es im Web-to-Print und im E-Commerce reichlich; die Bedeutung schneller und flexibler PDF-Generierung aus Webcontent, ob für den Transaktionsdruck oder größere Druckdokumente, wird in Zukunft noch weiter zunehmen.“ – Bernd Zipper

Bei den Beispielanwendungen für den PDFreactor finden sich auch umfangreiche Dokumente mit Seitenzahlen größer 150. Für diesen Umfang in einem PDF-Dokument müsste bei der Wahl von Callas´ pdfChip schon die Version M her, die immerhin mit 10.000 Euro plus Mehrwertsteuer plus 2.000 Euro im ersten Jahr für den Wartungsvertrag zu Buche schlägt. Im Vergleich dazu kostet das Grundpaket von RealObjects „nur“ rund 2680 Euro, Instandhaltung und Support für das erste Jahr der Nutzung inbegriffen. Nun gut, was die beiden können, hört sich bis hierhin nahezu identisch an – wo liegt der Unterschied dann? Dazu habe ich bei Dietrich von Seggern, Mitglied der Geschäftsführung bei Callas, mal kurz nachgefragt.

Die Umsetzung von HTML, XML und CSS in PDF kann mittels PDFreactor zu verschiedenen Ausgabezwecken erfolgen; Quelle: pdfstore.de

„In der Regel setzen unsere Anwender die Websprachen und vor allem JavaScript ganz gezielt ein, um damit über pdfChip hoch dynamisch, performant und passgenau individualisierte PDF-Produkte zu erzeugen. Das können zum Beispiel zigtausende Rechnungen, personalisierte Postkarten oder individualisierte Etiketten sein. Die Qualität des erzeugten PDFs ist dabei ein viel wichtigeres Kriterium, als die Konvertierung möglichst aller HTML Konstruktionen und pdfChip erzeugt daher schlanke und performant verarbeitbare PDF Dateien. Die template basierte Erzeugung dynamischer PDF Seiten erreichen wir über Erweiterungen des Sprachumfanges von JavaScript.“

Klar wird durch diese Aussage, dass der Fokus bzw. die Stärke von pdfChip bei hohen abzufertigenden Volumina von templatebasierten und mit individuellen Daten versehenen dynamischen Seitenerzeugungen liegt. Hierfür ist nicht unbedingt die Länge der Einzeldokumente entscheidend, sondern vielmehr der Durchsatz. Soll im Fall von pdfChip heißen: Version S ist gut, aber bei hohen Konvertierungsraten schnell am Limit – Version M dagegen lohnt sich richtig für Anbieter, die mehr als durchschnittlich 16 Seiten pro Minute an Konvertierungsleistung brauchen. Der PDFreactor ist im Hinblick auf die Ausgabeformate ebenso interessant, wenngleich der quantitative Output weniger wichtig erscheint als die Menge und Komplexität an unterstützten Funktionen.

Mit den zwei aufgezeigten Tools ist aber keinesfalls der gesamte Park der Möglichkeiten vorgestellt. Wie sieht es also noch mit anderen, ähnlich potenten Werkzeugen aus? Bei meiner Recherche bin ich noch auf weitere, teils ähnlich mächtige Möglichkeiten gestoßen – diese hier aber alle im Detail vorzustellen, würde den Rahmen sprengen. Was nicht heißen soll, dass sie es nicht wert wären vorgestellt zu werden … Deshalb hier aber noch zwei weitere gewerblich nutzbare Tools zur Konvertierung von Webcontent in druckbare PDF-Dateien zur Eigenrecherche: Prince, Antennahouse und Docraptor.

My Take: Es gibt immer mehr als eine Lösung um zum Ziel – in diesem Fall professionell für den Druck aufbereitete PDF-Dateien – zu kommen. Bei der Wahl des passenden Tools müssen Sie entscheiden, welche Funktionen in welchem Umfang bzw. welcher Geschwindigkeit in der Web-to-Print-Umgebung abgedeckt werden sollen. Und zu guter Letzt: Augen auf – vermeintlich Geld gespart ist eben nicht wirklich Geld gespart. Soll heißen: Die Performance muss passen. Und wer beispielsweise mehrere Tausend Transaktionsdrucksachen per PDF pro Monat – manchmal sogar allein zu den sogenannten Stoßzeiten – zur Verfügung stellen muss, der braucht Leistung auf den Punkt und dafür ein professionelles Tool.

2017-02-16T13:37:30+00:00 16.02.2017|Technik|0 Comments

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