Das Geschäft mit E-Books

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Wir berichteten bereits über die Preissenkung für Amazons Kindle und den Nook von Barnes & Noble. US-Marktbeobachter von iSuppli bezeichnen die Preissenkung nun als einen ruinösen Preiskampf. Beide E-Book-Reader sind nun für 60 Dollar weniger zu kaufen, der Nook kostet damit nur noch 199 US-Dollar, der Kindle ist mittlerweile für 189 US-Dollar zu haben.

Kindle von Amazon (Quelle: Amazon)

Laut iSuppli liegen die derzeitigen Preise der E-Book-Reader gerade einmal auf der Höhe der Material- und Herstellungskosten. Mit der Preissenkung reagierten Amazon und Barnes & Noble auf Apples neues Tablet, das iPad.

Da der Verkauf der Reader selbst nun kaum noch Gewinn bringt, hoffen Amazon und Barnes & Noble auf den Erfolg des Verkaufs von eBooks. Ein Beispiel für ein solches Geschäftsmodell sei der Markt der Konsolenspiele, auf dem auch weniger mit der Hardware, sondern mehr durch die Spiele selbst das Geld verdient wird, so iSuppli.

Man geht davon aus, dass die Konsumenten vermehrt auf Produkte zugreifen, die weniger als die Hälfte des iPads kosten, langfristig bleibe der E-Reader jedoch ein Nischenprodukt. Rund 11 Millionen verkaufte E-Book-Reader werden für das Jahr 2010 erwartet, 120 Prozent mehr als im Jahr 2009. Für 2011 liegt der erwartete Wert bei 15 Millionen verkauften E-Readern.

Doch selbst vom Verkauf des iPads könnten Amazon und Barnes & Noble profitieren. So brachte Amazon vor kurzem eine App auf den Markt, mit der man die Bücher aus dem Amazon-Store auch auf dem iPad lesen kann. Auch Barnes & Noble will sich diese Geldquelle nicht entgehen lassen und hat nachgelegt. (Marco Schürmann | Quelle: it-times.de)

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