Adobe-Streit mit Apple: Nächste Runde

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Im Streit zwischen Adobe und Apple hat im Rahmen der Web 2.0 Expo Adobes Chief Technologie Officer Kevin Lynch die nächste Salve abgefeuert: Der Cheftechniker äußerte sich unter anderem kritisch über das abgeschotteten Anwendungs-Ökosystem für das iPhone. Ebenfalls zur Sprache kam das Thema Flash fürs iPhone.

Auch das neue iPhone HD wird kein Flash unterstützen (Foto: Gizmodo.com)

Während Apple zufolge Adobe einfach kein funktionierendes Flash für das iPhone vorweisen kann, sieht sich der Konzern Lynch zufolge vielmehr dadurch bedroht. „Apples technische Problem mit uns hat ist nicht, dass es nicht funktioniert, sondern, dass es funktioniert“, meint Adobes Cheftechniker.

Apple hat bei iPhone und auch iPad auf HTML5 für die Video-Wiedergabe gesetzt und betont gerne die Offenheit dieser Technologie im Vergleich zu Flash. Lynch bezeichnet HTML5 ebenfalls als großen Schritt und betont, dass Adobe „die besten HTML5-Tools der Welt schaffen“ werde. Allerdings verweist er darauf, dass Flash zu einer Zeit entwickelt wurde, als der Fortschritt bei HTML stagnierte. Auch heute noch könne Innovation bei Flash schneller vorangetrieben werden als bei HTML, so der Adobe-CTO.

Er betont auch, dass Flash und HTML seit über einem Jahrzehnt koexisitieren. „Die wichtigere Frage ist wohl die der technologischen Wahlfreiheit im Web“, sagt Lynch. Eben diese sieht er durch Apple für Entwickler und letztlich auch Nutzer eingeschränkt. Damit ist er sicher nicht allein. Über Apple schwebt inzwischen immerhin das Damoklesschwert eines möglichen Kartellverfahrens, nicht zuletzt aufgrund der neuen App-Entwickler-Bedingungen. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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