Amazon liefert Lebensmittel

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Der Versandhändler Amazon hat den Live-Shopping-Anbieter „Woot!“ übernommen. Schon damals hat Amazon in das 2004 gestartete Live-Shopping-Portal investiert. Nun soll das Unternehmen eigenständig unter dem Dach von Amazon weitergeführt werden. Außerdem hat der Versandhändler kürzlich auch in Deutschland mit dem Verkauf von Lebensmittel begonnen.

(Quelle: Amazon.com)

Der Woot!-Deal

Ähnlich wie bisher bei DailyDeal verkaufte Woot jeweils nur einen Artikel pro Tag. Bestand das Angebot anfangs vor allem aus Unterhaltungselektronik, findet man dort inzwischen auch Spielzeug, Kleidung oder Wein. Woot ist auch als Distributor tätig, wodurch es dem Unternehmen möglich ist, die Produkte zu besonders günstigen Preisen zu bekommen.

Das 2004 gestartete Live-Shopping-Portal hat knapp 2,75 Millionen registrierte Nutzer und gehörte zu den ersten Anbietern dieses E-Commerce-Modells in den USA. Bereits 2006 investierte Amazon in Woot. Details über die Übernahme wurden kaum genannt. So weiß man lediglich, dass die Übernahme bis zum dritten Quartal vollständig vollzogen sein soll.

Amazon hat sich bereits damals im Bereich Live Shopping versucht, jedoch blieb ein langfristiger und handfester Erfolg aus. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass die meisten Kunden Amazon mit einer konkreten Kaufabsicht besuchen. Die Nutzer von Woot dagegen seien viel spontaner bei ihren Einkäufen, so die Analystin von Forrester Research. Da Woot als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden soll, bleibt das komplette Team bei der Übernahme erhalten.

Woot hat der Übernahme in seinem Blog einen Videoclip gewidmet:






Lebensmittelverkauf

Neben der Übernahme hat Amazon vor wenigen Tagen auch den Verkauf von Lebensmitteln gestartet. Ab 20 Euro Bestellwert ist der Versand kostenfrei, wie man es auch schon von anderen Produkten des Versandhändlers gewohnt ist. Insgesamt stehen rund 35.000 Produkte zur Auswahl, darunter Gemüse, Fleisch und Fisch, Backwaren oder internationale Delikatessen. „Das ist die größte Auswahl an Lebensmitteln, die es in Deutschland online gibt“, sagte der zuständige Amazon-Manager Christian Bubenheim.

Doch nicht alle Produkte stammen vom Versandhändler selbst. Insgesamt bieten 60 Partner-Unternehmen ihre Produkte über Amazon Deutschland an. Beim Kauf bei verschiedenen Anbietern erhalten die Kunden eine Rechnung: „Die Bequemlichkeit beim Einkauf war uns besonders wichtig.“ Mehr Informationen über den Lebensmittelverkauf des Händlers finden Sie in der öffentlichen Pressemitteilung.

(Marco Schürmann | Quelle: [1] golem.de, [2] golem.de)

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