Cloud: Daten wandern in die USA

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Dem Cloud-Services-Markt steht 2010 ein Boomjahr bevor, so Gartner. Man schätzt, dass die weltweiten Umsätze 68,3 Milliarden Dollar erreichen werden, was einem Wachstum von 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Probleme sehen europäische Anbieter, wenn heimische Unternehmen ihre Daten auf US-Anbieter ausgeben.

(Quelle: pixelio // Fotograf: Peter Kirchhoff)

Während die USA auf Kunden- wie Anbieterseite bisher die Nase vorn hatten, zieht nun auch der europäische Cloud-Markt spürbar an. Daher möchten viele europäische Anbieter, dass Unternehmen aus dieser Region ihre Daten nicht an ausländische Anbieter auslagern, da so die lokale Wertschöpfung auf der Strecke bleibe. Auch die Datenschutzfragen können nicht eindeutig beantwortet werden: Man macht sich von US-Servern abhängig und Geheimdienste hätten stets Zugriff auf die Daten, so die Kritiker.

Gartner schätzt, dass die Berührungsängste mit Cloud Computing die derzeit noch in Europa vorzufinden sind bis 2014 auch in Europa schwinden werden. Macht der US-Anteil am globalen Cloud-Services-Umsatz derzeit noch 60 Prozent aus, wird dieser Wert in den kommenden vier Jahren auf bis zu 50 Prozent sinken. Vor allem England und Deutschland gelten neben Japan als hoffnungsvolle Zukunftsmärkte.

Technologisch scheint der Weg bereits jetzt geebnet. In punkto Sicherheit, Verfügbarkeit, aber auch Usability und Services ist der Reifegrad zumindest bei einigen Anbietern bereits jetzt sehr hoch. Mit den modernen Browsern existiert außerdem auf sämtlichen Endgeräten ein De-facto-Standard, der desktopähnliche Funktionen erlaubt. Zudem gilt die Cloud auch als effizienteste und kostengünstigste Lösung für unternehmensübergreifendes Dokumentenmanagement. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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